«Abstrakte Bedrohungslage»: CSD-Demo in Regensburg abgesagt
In der bayerischen Grostadt Regensburg ist die fr den 5. Juli geplante CSD-Demo wegen einer «abstrakten Bedrohungslage» abgesagt worden. Das teilte CSD-Organisator Alexander Irmischgegenber der «Mittelbayerischen Zeitung» mit. Das Straenfest werde aber wie gewohnt stattfinden. Zudem werde es eine Kundgebung am Domplatz mit Redner*innen geben, danach werde man gemeinsam zum nahegelegen Straenfest gehen.
Als Grund nannte Irmisch ein Krisengesprch mit dem Ordnungsamt und der Polizei in der vergangenen Woche. «In diesem Zusammenhang wurden wir darber informiert, dass es eine abstrakte Anschlagsbedrohungslage gibt», so Irmisch. «Ganz wichtig ist: Es ist keine konkrete Bedrohungslage, sondern eher eine abstrakte.» Das Landesermittlungsamt fhre derzeit Ermittlungen durch.
Irmisch erklrte, fr ihn habe die Sicherheit der Teilnehmenden oberste Prioritt. «Das Problem ist, dass die Parade, zu dervergangenes Jahr knapp 3.000 Teilnehmergekommen sind, an zahlreichen engen Gassen vorbeigezogen wre, die schlecht abzusichern sind», so Irmisch weiter. Das Straenfest sei dagegen leichter zu sichern, da es nur zwei Zufahrten gebe.
Warnung vor Rechtsextremismus
Der CSD-Organisator, der auch in der SPD und der SPDqueer aktiv ist, betonte dabei allgemein, dass Gefahren fr die Sicherheit nicht nur von islamistischer Seite ausgehen, und verteidigte die relativ offene Zuwanderungspolitik seiner Partei. «In den USA haben die Evangelikalen gerade beschlossen, dass sie die Ehe fr alle wieder abschaffen wollen», sagte er dazu. Die Gefahr bestehe durch religisen Fanatismus und durch Rechtsextremismus.
Erst am Wochenende haben mutmalich rechtsextreme Vermummte mit Schlagstckenein Vielfaltsfest im Osten von Brandenburg attackiert. Dabei wurden mindestens zwei Menschen leicht verletzt (queer.de berichtete). (cw)
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