AfD-Politiker wirft LGBTI «Zerstrung der Gesellschaft» vor
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AfD-Politiker wirft LGBTI «Zerstrung der Gesellschaft» vor

Mit einer queer­feindlichen Hetzrede sorgte der AfD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag des Saaleskreises, Hans-Thomas Tillschneider, am Mittwochabend fr einen Eklat. Die rechtsextreme Partei hatte den Antrag gestellt, Regenbogen­fahnen und Flaggen fremder Staaten an ffentlichen Gebuden zu verbieten.

Die Fahne der LGBTI-Bewegung diene der Politisierung sexueller Neigungen, begrndete Tillschneider laut «Mitteldeutscher Zeitung» (Bezahlartikel) den Antrag. «Ziel ist die Zerstrung der Gesellschaft», behauptete der AfD-Politiker, der auch Mitglied des Landtags von Sachsen-Anhalt ist. «Wenn die Vlker Europas berleben wollen, mssen sie die Vormacht des Regenbogens brechen.» Die Mehrheit der anderen Fraktionen lehnte den AfD-Antrag geschlossen ab.

Tillschneider war bereits wiederholt mit queer­feindlichen uerungen aufgefallen. So behauptete er etwa, das «Regenbogen-Imperium» sei der Feind der «Normalen», oder erklrte, Aids-Kranke seien der Preis fr ein «dekadentes Gesellschaftsmodell». Tillschneider hatte im Landtag mehrfach Antrge gegen die Akzeptanz queerer Menschen gestellt teilweise ohne Landesbezug. Letztes Jahr lie er das Parlament etwa ber das Thema «Queere Propaganda spaltet Olympia muss verbinden» diskutieren und beendete seine Rede mit den Worten: «Gott ist mit uns. Gott ist mit der AfD!» (queer.de berichtete). Im Mrz bezeichnete er die Regenbogen­fahne in einer Landtagsrede als «extremistisches Symbol», das «bei den meisten Menschen Abscheu» erzeuge (queer.de berichtete). (mize)