«Bin ich queerer als ich tue?»: Galaxus macht sich ber Alice Weidel lustig
Der Schweizer Onlineshop Galaxus will in Deutschland expandieren und sorgt zumindest mit seiner aktuellen Werbekampagne fr reichlich Aufmerksamkeit und einen Shitstorm von rechts. ber «Diffamierung» und eine «links-woke Moral-Lektion» emprte sich etwa der Hamburger AfD-Landeschef Dirk Nockemann.
Konkret geht es um das 47-Sekunden-Video «Deutschlands ehrlicher Onlineshop», in dem eine junge Frau bei dem Spiel «Wer bin ich?» scheinbar erraten soll, dass sie die lesbische AfD-Partei- und -Fraktionsvorsitzende Alice Weidel ist. «Kennt man mich in letzter Zeit vor allem wegen einer blonden Frau?», fragt sie wenig begeistert. «Hatte die irgendwas mit der Schweiz zu tun?». Auch das ist richtig, ebenso wie die Aussage: «Bin ich queerer als ich tue?». Schlielich fragt sie korrekt: «Und whlen mich auch Idioten?» Als sie glaubt, die Lsung zu wissen, meint sie: «Ernsthaft, dann bin ich Alice»
Der Nachname wird jedoch mit einem Piepton zensiert, whrend die junge Frau einen Brechreiz simuliert. Als sie erfhrt, dass die Antwort falsch ist, wirkt sie erleichtert: «Zum Glck, dann bin ich Galaxus.» So steht es auch auf dem Post-it-Zettel, der an ihrer Stirn klebt.
Im September 2023 war Alice Weidel im ARD-Sommerinterview mit der Frage konfrontiert worden, wie sie die Queerfeindlichkeit der AfD mit sich vereinbare. Ihre Antwort «Ich bin nicht queer, sondern ich bin mit einer Frau verheiratet, die ich seit 20 Jahren kenne», sorgte bundesweit fr Kopfschtteln (queer.de berichtete). Sie selbst fhle sich als lesbische Frau nicht diskriminiert, meinte Weidel, distanzierte sich von der Regenbogenflagge und stellte die Akzeptanz von trans Menschen als Gefahr fr Kinder dar. (mize)
