Bremen: Junge trans Person brutal an Tram-Haltestelle zusammengeschlagen
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Bremen: Junge trans Person brutal an Tram-Haltestelle zusammengeschlagen

Am Montagabend kam es an einer Straenbahnhaltestelle im Bremer Stadtteil Walle zu einem gewaltttigen bergriff auf eine 18-jhrige trans Person. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Nach bisherigen Erkenntnissen hielt sich die betroffene Person gegen 19:30 Uhr an der Haltestelle Jadestrae in der Bremerhavener Strae auf, als zwei Jugendliche aus einer einfahrenden Straenbahn ausstiegen und die 18-Jhrige unvermittelt angriffen. Die Tter schlugen mehrfach auf die am Boden liegende Person ein und traten sie. Im Anschluss flchteten die Angreifer vom Tatort. Das Opfer wurde zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Nach eigenen Angaben ist die Person als trans Person in Bremen bekannt und geht davon aus, auch uerlich als solche wahrgenommen worden zu sein.

Angreifer zwischen 15 und 20 Jahre alt

Die Angreifer wurden als etwa 15 bis 20 Jahre alt beschrieben, mit dunklem Teint und dunkler Kleidung. Der Staatsschutz prft unter anderem ein mgliches transfeindliches Tatmotiv. Es liegen bereits erste Hinweise auf die Tatverdchtigen vor. Hinweise von Zeug*innen nimmt der Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer (0421) 362-3888 entgegen.

Bereits im Mai 2024 war eine trans Person in Bremen-Walle in einer Straenbahn beleidigt und bedroht worden (queer.de berichtete). Eine Monat zuvor beschimpfte ein 17-Jhriger eine 27-jhrige trans Person am Bremer Hauptbahnhof und sprhte ihr Pfefferspray ins Gesicht (queer.de berichtete).

Linke: «Rechte, queerfeindliche Hetze wirkt»

«Wir verurteilen diesen perfiden und transfeindlichen Angriff aufs Schrfste», erklrte der Brgerschafts-Abgeordnete Cindi Tuncel (Linke) am Mittwoch in einer Pressemitteilung. «Traurige Realitt ist, dass queere Personen in Bremen immer mehr von homophober und transfeindlicher Abwertung, Bedrohung und Gewalt betroffen sind. Das ist kein Einzelfall und zeigt erschreckend deutlich: Rechte, queerfeindliche Hetze wirkt. Sie fhrt dazu, dass junge Menschen brutale bergriffe ausfhren allein, weil sie jemanden als queer wahrnehmen.»

Die Bundesregierung msse jetzt endlich handeln und ein stimmiges, finanziertes Demokratiefrdergesetz vorlegen, forderte Tuncel. «Denn demokratische Grundwerte, wie die freie Entfaltung der Persnlichkeit, die Gleichwertigkeit aller Menschen und ihre Wrde, geraten immer mehr unter Druck in letzter Konsequenz auch mit realer Gefahr fr Leib und Leben.» (cw/AFP)