Bundestag bekommt zweites nichtbinres Mitglied
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Bundestag bekommt zweites nichtbinres Mitglied

Erst am 1. August hat der Deutsche Bundestag mit Lisa «Lizzy» Schubert (Linke) sein erstes nichtbinres Mitglied bekommen (queer.de berichtete). Mit Fraktionskolleg*in Lin Lindner zieht nun eine weitere Person in das Parlament ein, die sich weder als Mann oder Frau definiert.

Lindner ist Nachrcker*in fr den schwer erkrankten Mainzer Sozialmediziner Gerhard Trabert. Der 69-Jhrige hatte nach Auskunft seiner Familie mehrere schwere Schlaganflle erlitten und war mehrere Monate in der Reha. «Eine Rckkehr in das Leben, wie es bisher gewesen ist und das vom Einsatz fr die Menschen geprgt war ist nicht mglich», heit es in einer von der Partei verbreiteten Erklrung von Traberts Familie. Der ehemalige Kandidat fr das Amt des Bundesprsidenten knne leider nicht mehr die laute Stimme fr soziale Gerechtigkeit sein.

Lindners Schwerpunkt: Kampf gegen den Rechtsruck

Lin Lindner (they/them) ist 31 Jahre alt, Chef*in der Linken in Trier, Beisitzer*in im Landesvorstand Rheinland-Pfalz und hatte auf Platz drei der Landesliste Rheinland-Pfalz fr den Bundestag kandidiert. «Was mich dabei besonders antreibt, ist der sprbare Rechtsruck in unserem Land», erklrte die nichtbinre trans Person im vergangenen Jahr in ihrem Bewerbungsschreiben. «Er bedroht nicht nur die Rechte von Minderheiten, sondern unsere Freiheit insgesamt. Wenn Hass und Hetze den Ton angeben, ist kein Raum mehr fr Solidaritt und Fortschritt. Das drfen wir nicht zulassen. Ich will mich dafr einsetzen, dass wir klare Kante zeigen gegen Rassismus, Antifeminismus und Ausgrenzung.»

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Lindner stehe auch fr den Teil der Bevlkerung, «dem Julia Klckner von der Fahne gehen mchte, und das ist auch gut so», begrten die Linken-Vorsitzenden Ines Schwerdtner und Jan van Aken das neue queere Gesicht im Parlament. «Wir freuen uns, dass nun mit Lin Lindner eine starke junge Person in den Bundestag einzieht, die sich den Kampf gegen Armut und Diskriminierung auf die Fahnen geschrieben hat.» (cw)