Bundesverband Trans* distanziert sich von Ex-Mitarbeiter*in
Die «Junge Freiheit» machte den Anfang. Unter dem Titel «Was nun, Frau Prien? Mordaufruf aus dem ‚Bundesverband Trans'» thematisierte die rechtsextreme Wochenzeitung am Mittwoch in ihrer Onlineausgabe angebliche Social-Media-Posts einer ehemals beim Verein beschftigten Person. «Ja, meine Position ist, dass der Mord an unverantwortlich reichen Menschen nicht nur ethisch vertretbar, sondern nachgerade geboten ist», heit es in einem nicht datierten Screenshot eines Bluesky-Kommentars, der von der Person stammen soll. «Sie vorher zu foltern, ist m.E. ethisch nicht notwendig, aber vollkommen in Ordnung.»
Die menschenverachtenden Zitate, die von der*dem frhere*n Fachreferent*in fr Gesundheitspolitik und Gewaltschutz des Bundesverband Trans* (BVT*) stammen sollen, wurden rasch von zahlreichen weiteren rechten und rechtsextremen Medien aufgegriffen, die seit Jahren gegen LGBTI-Rechte agitieren. Das bewusste Durchleuchten der Social-Media-Accounts von queeren Aktivist*innen gehrt zu ihren neueren Strategien.
AfD: Keine Gelder mehr fr den Bundesverband Trans*
Auch die AfD-Fraktion im Bundestag gab es eine Pressemitteilung heraus. «Es ist ein Skandal, dass ein mit Steuergeldern finanzierter Verband mit linksextremen Mordaufrufen und unertrglichen Gewaltfantasien auffllt», emprte sich die Abgeordnete Birgit Bessin. Der Bundesverband Trans* drfe keine ffentlichen Gelder mehr bekommen.
BVT*: «Stellen in keiner Weise die Position oder Perspektive des Verbands dar»
Der BVT* reagierte noch am Mittwoch mit einer Stellungnahme (PDF). «Die Person ist seit dem 1. Februar 2025 nicht mehr beim Bundesverband Trans* e.V. ttig», heit es darin. «Die in sozialen Netzwerken kursierenden Aussagen wurden nach dem Kenntnisstand des BVT* nicht whrend der aktiven Ttigkeit fr den Verband verffentlicht und erfolgten ausdrcklich im privaten Rahmen. Wir knnen auch zur Echtheit der Posts nichts sagen.»
Smtliche uerungen der Person seien weder im Auftrag des Vereins erfolgt noch vom ihm autorisiert worden. Sie «stellen in keiner Weise die Position oder Perspektive des Verbands dar», stellte der BVT* klar. «Der Bundesverband Trans* e. V. distanziert sich klar und unmissverstndlich von Aussagen, die Gewalt legitimieren oder relativieren sowie von jeder Form der Gewaltverherrlichung. Wir stehen fr eine menschenrechtsorientierte, demokratische und gewaltfreie Gesellschaft dafr engagieren wir uns in unserer politischen Arbeit, in Projekten und im ffentlichen Diskurs.» (mize)
