CSD Bautzen: Gegenprotest kleiner als im Vorjahr
Mehrere tausend Menschen haben sich zum Christopher Street Day (CSD) und einer Untersttzer*innen-Demo im ostschsischen Bautzen versammelt. Die Veranstalter*innen sprachen von 4.300 Personen, die sich dem Aufzug angeschlossen htten, die Polizei von rund 3.000 CSD-Teilnehmenden und rund 400 Menschen bei der Untersttzer*innen-Demo.
An einer Gegenveranstaltung, die «gegen Genderwahn» protestierte, beteiligten sich laut Polizei nur rund 270 Menschen. Damit fiel der Gegenprotest deutlich kleiner aus als im Vorjahr, als sich nach einer Mobilisierung auch aus dem rechtsextremen Spektrum rund 680 Menschen versammelt hatten.
Polizei sichert Versammlung mit Groaufgebot
Nach Aggressionen gegen den CSD im vergangenen Jahr begleitete die Polizei die Versammlungen mit einem Groaufgebot und schtzte die Teilnehmer*innen der queeren Parade. Zwischen dem CSD und dem ihm folgenden Gegenprotest lief noch eine Untersttzer*innen-Demo. Bis zum Sonntagnachmittag seien ihm keine Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten bekanntgeworden, sagte ein Polizeisprecher.
Mehrere tausend solidarische Menschen beim #CSD #Bautzen lassen sich von Hufchen Neonazis & umherstehenden Rechten nicht stren <3 pic.twitter.com/xqfCHoRcCk
Der dritte CSD in der Kleinstadt stlich von Dresden stand unter dem Motto «Die Wrde des Menschen ist unantastbar. Auch in Bautzen!». Auf der Abschluss-Kundgebung am Kornmarkt sprachen die Queer-Beauftragte der Bundesregierung, Sophie Koch (SPD), Bautzens Oberbrgermeisterin Karsten Vogt (CDU), die Journalistin Georgine Kellermann sowie die trans Aktivistin Luna Mbius. Anschlieend trat die Chemnitzer Band Kraftklub auf.
Einschchternde Kleidung verboten
Der Landkreis Bautzen hatten als zustndige Versammlungsbehrde vorab das Versammlungsrecht per Allgemeinverfgung beschrnkt. Verboten wurde unter anderem einheitliche schwarze Kleidung, die den Eindruck von Gewaltbereitschaft vermitteln oder eine einschchternde Wirkung haben knnte. Auch Marschieren im Gleichschritt oder das Schlagen von Trommeln im Marschtakt wurden untersagt (queer.de berichtete).
2024 hatte es in Bautzen rechtsextreme Proteste anlsslich des Christopher Street Day gegeben, die von Aggressionen gegen die CSD-Teilnehmer*innen geprgt waren. Eine Abschlussveranstaltung am Abend hatten die Veranstalter*innen wegen Sicherheitsbedenken abgesagt (queer.de berichtete). Auch in diesem Jahr hatten sich Polizei und Versammlungsbehrde auf eine konfrontative Lage eingestellt (queer.de berichtete). (cw/dpa)
