Das erste queere Werk im Osthaus Museum
Als Hommage an Karl Ernst Osthaus und den von ihm gefrderten queeren Tnzer Alexander Sacharoff (1886-1963) hat das Osthaus Museum in Hagen ein Werk des ukrainischen Malers Alexander Mogilewski (1885-1980) in seine Dauerausstellung aufgenommen.
Mogilewskis Gemlde, das aus dem Nachlass Alexander Sacharoffs stammt, zeigt ein schwules und ein lesbisches Paar in einer arkadischen Landschaft. Das Nild ist eine frhe Hommage an die gleichgeschlechtliche Liebe und reprsentiert die relative Offenheit der Mnchner wie Hagener Avantgarde-Zirkel vor mehr als hundert Jahren.
Mogilewski gehrte, wie Alexander Sacharoff, zur 1909 in Mnchen gegrndeten Neuen Knstlervereinigung Mnchen, aus der 1911 der Knstler*innen-Kreis «Der Blaue Reiter» entstand. Der wie Mogilewski im ukrainischen Mariupol geborene Sacharoff war die schillerndste Figur des Kreises: Bei seinen Auftritten tanzte er sowohl in Mnner- als auch in Frauenkleidern, in denen er sich auch in Mnchner Bohme-Kreisen zeigte. Seit 1911 lud Karl Ernst Osthaus Sacharoff immer wieder ein, in Hagen zu tanzen. (mize/pm)
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