Deutschlands erstes digitales LGBTI-Jugendzentrum geht online
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Deutschlands erstes digitales LGBTI-Jugendzentrum geht online

Mit «lambda space» startet zum Sonntag (16. November) ein bundesweit einzigartiges Projekt: Das erste digitale queere Jugendzentrum geht online. Initiiert vom Jugendnetzwerk Lambda soll die neue Plattform jungen queeren Menschen zwischen 14 und 26 Jahren einen sicheren digitalen Raum fr Austausch, Untersttzung und Gemeinschaft bieten.

Hintergrund ist, dass viele queere Jugendliche insbesondere im lndlichen Raum immer noch keinen Zugang zu untersttzenden Angeboten htten. Daher gehrten junge queere Menschen zu jenen Personengruppen, die am meisten Zeit im digitalen Raum verbringen. Doch auch hier fehle es bisher an geeigneten Strukturen: «Der digitale Raum wird zunehmend von Tech-Konzernen dominiert, deren Plattformen auf maximale Profite ausgelegt sind und sich zunehmend queer­feindlich entwickeln», so Lambda. «‚lambda space‘ ist eine Antwort auf beides: ein Safer Space fr queere Jugendliche in Regionen ohne Angebote und eine gemeinntzige, bedrfnisorientierte Alternative zu kommerziellen Plattformen.»

Auf der Plattform knnen sich zuknftig Jugendliche in Foren gegenseitig untersttzen, eigene Gruppenrume zu verschiedenen Themen erstellen, sich ber einen Messenger sicher austauschen und andere queere Jugendliche aus der Nhe kennenlernen. Dabei stehe Sicherheit an erster Stelle: «Ein mehrstufiges Zugangssystem schtzt die Jugendlichen, alle Inhalte werden durch ein geschultes Moderationsteam und KI-Untersttzung in Echtzeit moderiert, das Projekt wird psychologisch begleitet, und Jugendliche knnen sich bei Bedarf niedrigschwellig beraten lassen.»

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865 junge queere Menschen bereits auf Warteliste

Die Lambda-Vorstandsmitglieder Emily Schunk und Oska Jacobs freuen sich auf das Projekt: «Nun beginnt die spannende Beta-Phase in der wir nach und nach allen 865 Jugendlichen auf der Warteliste Zugang zur Plattform geben», erklrten sie. «In begleitenden Feedbackrunden werden wir mit den Jugendlichen darber sprechen, wie sich die Plattform fr sie anfhlt, was gut funktioniert und wo noch Verbesserungsbedarf besteht. Denn unser Ziel ist klar: Wir mchten, dass endlich alle queeren jungen Menschen einen Safer Space haben egal wo sie wohnen». (cw)