Die queere Geschichte von Tokio Hotel
Das Theater Magdeburg ehrt die aus Sachsen-Anhalt stammende Band Tokio Hotel mit einem eigenen Theaterstck: «Schrei so laut du kannst» feiert am Samstag Premiere.
Zwischen quietschenden Schulbusbremsen und dem Dauerstreit mit mehr oder weniger peinlichen Eltern trumen Georgina, Zachi sowie die Zwillinge Timmi und nn von einem Leben jenseits der 600-Seelen-Einde. Mit ihrem Bandprojekt «Sorry, Nein!» spielen sie tapfer auf jedem Dorffest bis ein Produzent*innenteam auf sie aufmerksam wird.
Schnell werden sie gefeiert, aber auch gehasst, wie keine Band vor ihnen. Gerade Timmi bekommt die volle Breitseite ab: Gab es auf dem Schulhof schon fieses Geflster («Junge oder Mdchen?»), kann nun jedes Wort, jedes Outfit, jede Bekanntschaft zum Auslser wildester Spekulationen bei Medien und Fans werden. Auch das neue Management setzt enge Regeln. Aber Timmi, nn, Georgina und Zachi denken nicht daran, sich in irgendwelche Schubladen pressen zu lassen.
Inspiriert vom Erfolgreichsten, was die Stadt Magdeburg hervorgebracht hat, widmet sich das Team um Juli Mahid Carly dem Phnomen Tokio Hotel, thematisiert queere Identitt und Popkultur und erzhlt vom Mut, den es braucht, um man selbst zu sein.
Premiere feiert «Schrei so laut du kannst» am Samstag, den 20. September 2025 am Theater Magdeburg. Bis Ende des Jahres stehen acht weitere Auffhrungen auf dem Programm. Empfohlen wird das Stck ab 12 Jahren. (cw/pm)
