Dobrindt will SBGG vor Missbrauch schtzen
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat eine Reform des Selbstbestimmungsgesetzes (SBGG) angekndigt. Anlass ist der Fall von Neonazi Sven alias Marla-Svenja Liebich.
«Das ist ein Beispiel fr den sehr simplen Missbrauch des Selbstbestimmungsgesetzes», sagte der CSU-Politiker dem Magazin «stern». Genau davor sei immer gewarnt worden. Deshalb msse das Gesetz angepasst werden: «Es braucht jetzt eine Debatte darber, wie wieder klare Regeln gegen den Missbrauch des Geschlechterwechsels verankert werden knnen», so Dobrindt.
Niemand knne wollen, dass solche Beispiele Schule machen, sagte der Innenminister: «Die Justiz, die ffentlichkeit und die Politik werden hier zum Narren gehalten, weil das Selbstbestimmungsgesetz die Mglichkeit dazu bietet.»
Zuvor hatte bereits Bundesfamilienministerin Karin Prien ber «Schwchen» des Selbstbestimmungsgesetzes gesprochen, die Missbrauch begnstigen (queer.de berichtete). Gleichzeitig sei niedrigschwellige geschlechtliche Selbstbestimmung wichtig, betonte die CDU-Politikerin in der «Bild»-Zeitung. Ihr Haus hat die Federfhrung bei dem Gesetz, das Bundesinnenministerium besitzt Mitspracherecht. (cw)
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