Donald Trump schwngert Satan
Die 27. Staffel der Animationsserie «South Park» widmet sich ganz dem US-Prsidenten Donald Trump: In der am Mittwochabend in den USA ausgestrahlten vierten Folge erfahren nun alle, dass Trump nicht nur Sex mit Satan hat, sondern den Teufel auch noch geschwngert hat.
In der Episode wird gezeigt, wie der Trump-treue Sender Fox News Channel darber spekuliert, ob Satan und der Prsident Sex haben. Schlielich reise er etwa zu einer Konferenz nicht mit seiner Frau Melania, sondern mit seinen roten «Kumpel».
Nach einer Reihe von Dementis gibt der sichtlich depressive Teufel schlielich in Anwesenheit von Jesus Christus zu: «Ja, wir sind zusammen. Wir sind seit Monaten zusammen. Und ich will ihn verlassen. Aber das geht nicht. Weil ich schwanger bin.» Jesus persnlich zieht den Schwangerschaftstest aus einer kleinen Kiste und dieser ist positiv. «Jetzt wisst ihr es: Ich bin gezwungen, mehrere Jahre hier zu bleiben», so Satan weiter. Damit wird schon angedeutet, dass die Geschichte um die Liebe zwischen dem Prsidenten und dem Teufel uns noch lnger beschftigen wird.
Auch Labubus sind ein Thema
In einem zweiten Handlungsstrang wird noch erzhlt, wie eine Labubu-Welle South Park berrollt. Labubus sind kleine Plschfiguren mit einem schelmischen Grinsen, spitzen Ohren und neun scharfen Zhnen aus China, die gerade zum Trend des Jahres werden. So haben sich (im echten Leben) bereits Stars wie Rihanna, Lizzo oder Dua Lipa als Labubu-Fans geoutet. Auch in dieser «South Park»-Storyline gibt es einen Seitenhieb auf Trump, denn die Figur Butters muss wegen der amerikanischen Strafzlle Wucherpreise fr Labubus bezahlen.
Butters experiences the reality of tariffs when he has to buy a Labubu doll for his girlfriends birthday in an all-new episode tonight, September 3 at 10/9c on Comedy Central and tomorrow on Paramount+. pic.twitter.com/P5xtAARbvv
Donald Trump war whrend seiner ersten Prsidentschaft nie persnlich in «South Park» aufgetaucht vielmehr wurde in den letzten Jahren der schwule Lehrer Mr. Garrison als eine Art Ersatz-Trump gezeigt, der in Washington fr Chaos sorgt. Die «South Park»-Macher Trey Parker und Matt Stone erklrten die Abwesenheit damit, dass sie nicht mehr gewusst htten, was sie noch ber Trump sagen knnten. Sie htten sich ausgebrannt gefhlt und Abstand gesucht. Mit seinem zweiten Wahlsieg haben sie jedoch offensichtlich ihre Meinung gendert.
Schwuler Satan gehrt zu Standardrepertoire von «South Park»
Satan gehrt zu den Standardfiguren in «South Park» erstmals aufgetaucht ist 1998 in der ersten Staffel (Folge: «Damien»). Im Spielfilm «South Park: Der Film grer, lnger, ungeschnitten» (1999) wurde er er als schwuler Liebhaber des damaligen irakischen Diktators Saddam Hussein dargestellt. Trump ist nach Hussein erst der zweite prominente Lover des Frsten der Finsternis. Beide Male ist Satan Teil einer toxischen Beziehung, in der sein Partner durch Mobbing, Einschchterung und Manipulation die Kontrolle bernimmt.
Das Weie Haus hatte auf die Ausstrahlung der ersten Folge mit Trump gewohnt dnnhutig reagiert (queer.de berichtete). «Die Sendung ist seit 20 Jahren nicht mehr relevant und berlebt nur mit einfallslosen Ideen in einem verzweifelten Versuch, Aufmerksamkeit zu erhaschen», erklrte damals Trump-Sprecherin Taylor Rogers. «Prsident Trump hat in sechs Monaten mehr geliefert als alle Prsidenten in der Geschichte unseres Landes. Keine viertklassige Sendung kann die Erfolgsserie von Prsident Trump beenden.» Auch bei Folge zwei und drei war Trump eine zentrale Figur, die meist unvorteilhaft dargestellt wurde.
«South Park» wird in Deutschland im Streamingportal Paramount+ gezeigt. Die neuste Folge erscheint dort voraussichtlich nchste Woche. (dk)
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