Erste Verleihung des Preises fr queere Vielfalt in Tempelhof-Schneberg
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Erste Verleihung des Preises fr queere Vielfalt in Tempelhof-Schneberg

Als erster Berliner Bezirk hat Tempelhof-Schneberg am 3. Juli 2025 einen Preis fr queere Vielfalt verliehen Preistrgerin Manuela Kay hatte jedoch keine Zeit, ihn entgegenzunehmen.

Mehr als 120 Gste aus Zivilgesellschaft, Community, Kirche und Politik nahmen an der feierlichen Premiere im Willy-Brandt-Saal des Rathauses Schneberg teil. Eingeladen hatte das Bezirksamt auf Grundlage eines Beschlusses der Bezirksverordnetenversammlung. Mit dem Preis sollen jedes Jahr Personen, Projekte oder Initiativen ausgezeichnet werden, die sich mit besonderem Engagement fr Sichtbarkeit, Teilhabe und Rechte von queeren Menschen im Bezirk einsetzen. Die Auszeichnung ist mit 1.000 Euro dotiert.

Bereits zur ersten Ausschreibung wurden 15 Vorschlge aus der Community eingereicht. Fnf der eingereichten Persnlichkeiten und Projekte wurde von einer Jury aus Mitgliedern des Ausschusses fr Frauen, Queer- und Inklusionspolitik sowie Bezirksbrgermeister Jrn Oltmann (Grne) ausgewhlt und vorgestellt.

Aus dieser Auswahl bestimmte die Jury schlielich auch die erste Preistrgerin: Manuela Kay, eine der profiliertesten Persnlichkeiten der queeren Medienlandschaft Deutschlands. Seit fast vier Jahrzehnten setzt sie sich als Journalistin, Verlegerin von «Siegessule» und «L-Mag», Filmemacherin, Kuratorin und Aktivistin fr lesbische Sichtbarkeit, Diversitt und intersektionale Gerechtigkeit ein. Sie kuratierte unter anderem 1999 die Ausstellung «Nobody is perfect» im Schwulen Museum Berlin und verffentlichte mehrere Fachbcher zur lesbischen Kultur und queeren Sexualitt.

Manuela Kay war am Abend der Verleihung leider verhindert der Preis wurde stellvertretend entgegengenommen.

«Mit der Einfhrung des Preises unterstreicht Tempelhof-Schneberg seinen Anspruch, queeres Leben nicht nur zu frdern, sondern strukturell sichtbar zu machen», heit es in einer Pressemitteilung des Bezirks. «Kein anderer Berliner Bezirk beheimatet so viele queere Beratungsstellen, Projekte und Initiativen. Die queere Geschichte rund um den Nollendorfkiez, das Wirken von Magnus Hirschfeld oder die Eldorado-Bar der 1920er Jahre prgt den Bezirk bis heute ebenso wie die gelebte Vielfalt der Gegenwart.»

Die Verleihung des Preises sei nicht nur eine einmalige Anerkennung, sondern «der Beginn einer neuen Tradition», erklrte das Bezirksamt. «Wer queere Vielfalt strkt, der strkt unsere Demokratie und zeigt Haltung in Zeiten, in denen dies nicht selbstverstndlich ist», so Bezirksbrgermeister Oltmann. «In Tempelhof-Schneberg ist queeres Leben nicht Beiwerk, sondern prgt unseren Bezirk in seiner ganzen Vielfalt.» (cw/pm)