Freitickets fr die Livebertragung von «Tosca»
Mit Giacomo Puccinis «Tosca» erffnet die Royal Opera ab dem 1. Oktober ihre neue Kinosaison und bringt damit ein Werk auf die Leinwand, das weit mehr erzhlt als eine tragische Liebesgeschichte. In Oliver Mears‘ Inszenierung, dirigiert von Jakub Hrůa, wird die Oper zur Reflexion ber Machtmissbrauch, Krperpolitik und den Versuch, Wrde zu bewahren, wenn die gesellschaftliche Ordnung dagegen steht.
Vor dem Hintergrund eines zerstrten Roms begegnet Tosca nicht nur einem brutalen Polizeiapparat, sondern auch der Gewalt eines Mannes, der ihren Krper als Verhandlungsmasse instrumentalisiert. Scarpia steht fr eine Struktur, die nicht nur im 19. Jahrhundert wirkte, sondern auch in heutigen Debatten rund um #MeToo, Safe Spaces und patriarchale Machtverhltnisse nachhallt. Toscas Widerstand kann dabei als queeres Narrativ gelesen werden: die Weigerung, das eigene Begehren oder die eigene Integritt einer repressiven Norm zu opfern.
Puccinis Musik gibt diesem Widerstand Klang. «Vissi d’arte» wird zur Klage ber eine Welt, die Kunst und Liebe zwar feiert, ihre Subjekte aber unterdrckt. «E lucevan le stelle» klingt wie ein intimes, queeres Bekenntnis, das in einem feindlichen Umfeld kaum ausgesprochen werden darf. In dieser Lesart wird «Tosca» zu einem Stck ber das berleben von Identitt im Schatten von Gewalt.
Die Saison 2025/26 der Royal Opera geht ber diese Deutung hinaus und ffnet weitere Rume fr queere Lesarten: von «La traviata», die die Doppelmoral einer Gesellschaft sezziert, bis zu «Woolf Works», inspiriert von Virginia Woolf, deren queere Sensibilitt in die Ballettsprache bersetzt wird. Ergnzt wird das Programm durch Klassiker wie «La Fille mal garde», «Cinderella», «Der Nussknacker», «Giselle» und «Die Zauberflte» sowie durch die Neuproduktion von «Siegfried».
Dass das Royal Opera House sich zugleich bemht, seine Institutionen zu ffnen, Diversitt im Publikum wie auf der Bhne zu frdern und kologische wie soziale Verantwortung zu bernehmen, macht die Spielzeit auch zu einem Statement in der Gegenwart.
So zeigt «Tosca», dass Oper nicht nur ein Erbe ist, sondern ein Resonanzraum: fr Fragen nach Macht und Begehren, nach queerer Sichtbarkeit und nach der Mglichkeit, Widerstand in Kunst zu verwandeln. (dd/pm)
Wir verlosen 5×2 Tickets
Fr die Leser*innen von queer.de hat LUF Kino freundlicherweise 5×2 Tickets fr die bertragung von «Tosca» am 1. Oktober 2025 im Kino zur Verfgung gestellt. Alle Termine und Spielorte zur Auswahl finden sich auf der offiziellen Website.
Du willst einmal zwei Tickets gewinnen? Dann flle bis Donnerstag, den 25. September 2025, 8 Uhr (Einsendeschluss) das unten verlinkte Gewinnspielformular aus. Teilnahmeberechtigt sind nur Personen ber 16 Jahre. Die Preise werden nicht in bar ausgezahlt. Die Gewinner*innen werden schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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