Gegen neue Transphobie: Bundesweiter queerfeministischer Protesttag am 11. September
«Selbstbestimmungsgesetz verteidigen und Sonderregister fr queere Menschen verhindern!» Das ist das Motto eines queerfeministischen Protestags am 11. September, zu dem die Gruppe Queermany aufgerufen hat. In Berlin ist vor dem Bundestag eine Demonstration geplant, auch in anderen Stdten, etwa Mnchengladbach und Hannover, sind Protestaktionen geplant.
Anlass fr das Datum 11. September ist eine fr 14:55 Uhr angesetzte Bundestagsdebatte, in der die mgliche Abschaffung des Selbstbestimmungsgesetzes Thema ist. Beantragt hatte die Aussprache die AfD-Fraktion (queer.de berichtete).
Treffpunkt: 15 Uhr vor dem Bundestag
Die Auftaktkundgebung in Berlin soll um 15 Uhr vor dem Bundestag beginnen. Um 16 Uhr soll dann ein Protestzug vorbei am Holocaust-Memorial ber den Bundesrat zum Roten Rathaus fhren. Dort soll die Abschlusskundgebung stattfinden.
Die Protestaktionen richten sich unter anderem auch gegen Plne von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), der ein Sonderregister fr trans Menschen plant. LGBTI-Organisationen haben dies bereits scharf kritisiert (queer.de berichtete). In den letzten Tagen hatten Unions-Abgeordnete vermehrt gegen das Selbstbestimmungsgesetz Stimmung gemacht (queer.de berichtete). Die schsische CDU-Justizministerin Constanze Geiert hat sogar gefordert, trans Menschen in bestimmten Bereichen berhaupt nicht mehr anzuerkennen (queer.de berichtete).
Auch Protest gegen transfeindliche Konferenz
Zudem wird gegen eine Konferenz des transfeindlichen Thinktanks «Society forEvidencebased Gender Medicine» (SEGM), die am 11. September in Berlin beginnen soll, protestiert. Die US-Brgerrechtsorganisation Southern Poverty Law Center stuft seit 2023 die SEGM als «Anti-LGBTQ-Hassgruppe» ein, weil sie pseudowissenschaftliche Strategien verfolge und systematisch Desinformationen verbreite. Die Konferenz wird als groes Vernetzungstreffen transfeindlicher Krfte angesehen.
Die Organisator*innen rufen auch dazu auf, eine von der queerfeministischen Aktivistin Penelope Alva Frank gestartete Online-Petition gegen das Sonderregister zu unterzeichnen. Bislang haben mehr als 249.000 Menschen dies bereits getan. (cw)
