Global Gay Cruising Index 2025: Berlin liegt auf Platz zwei
In London, Berlin und Paris knnen schwule und bisexuelle Mnner besonders gut spontane erotische Begegnungen finden. Das ist das Ergebnis des Global Gay Cruising Index 2025 des Erotik-Portals Erobella.
Bewertet wurden dabei 20 queerfreundliche Stdte in Europa, Nordamerika und Australien nach vier Kategorien: dem Angebot an schwulen Saunas, an schwulen Cruising- oder Fetischclubs, an ffentlichen Parkanlagen und an den guten alten Gay Bars. In jeder Kategorie sind maximal zehn Punkte mglich, insgesamt also 40.
London fhrt die Liste mit 29 Punkten an. Besonders gut ist hier laut der Erhebung das Angebot an Cruising-Parks und Saunas. Berlin liegt mit 26 Punkten auf dem zweiten Rang. Die volle Punktzahl erreicht die Bundeshauptstadt dabei bei Fetischclubs, auch die Cruising-Parks werden hoch bewertet. Paris, mit 24 Punkten an dritter Stelle, ist dagegen nicht besonders berzeugend bei Cruising-Parks, erreicht allerdings die volle Punktzahl bei schwulen Saunas.
Hamburg, Kln und Mnchen abgeschlagen
Als weitere deutsche Stdte befindet sich mit elf Punkten Hamburg auf dem achten Platz punktgleich mit San Francisco und Toronto. Die Hansestadt schneidet dabei am besten im Bereich Cruising-Parks ab.
Punktgleich mit je neun Punkten auf Platz 13 sind Kln und Mnchen aufgefhrt die den Rang auch mit Miami und Amsterdam teilen. Ganz unten in der Hitliste stehen die kanadischen Metropolen Montreal und Vancouver mit je fnf Punkten.
Europa schlgt Nordamerika
Auffllig ist: Die ersten fnf Pltze belegen allesamt europische Stdte, auf Rang sechs folgt dann New York. In der US-Metropole ist nach der Rangliste das Angebot bei Gay Bars besonders gut, allerdings gibt es Defizite in allen anderen Bereichen.
Erobella erklrt den groen Unterschied zwischen Europa und Nordamerika mit «historischen, kulturellen und politischen Entwicklungen, die bis in die 1980er Jahre zurckreichen». So habe die Aidskrise in den USA in der Politik zu «Angst und moralischer Panik» gefhrt, wodurch die schwule Infrastruktur etwa an schwulen Badehusern zerstrt wurde. In Kanada war es hnlich hier gab es in den Achtzigerjahren beispielsweise eine Polizei-Razzia in einer Sauna in Toronto, bei der ffentlichkeitswirksam mehr als 300 Mnner festgenommen worden sind.
«Im Gegensatz dazu verfolgten die meisten europischen Lnder einen pragmatischeren Ansatz», so Erobella einzige Ausnahme war Schweden, wo schwule Saunas bis 2004 verboten waren. (cw)
