Hass­kriminalitt gegen Queers steigt um 44 Prozent
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Hass­kriminalitt gegen Queers steigt um 44 Prozent

Queere Menschen sind in Mecklenburg-Vorpommern zuletzt hufiger wegen ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer geschlechtlichen Identitt Opfer von Hass­kriminalitt geworden. Das Landeskriminalamt erfasste fr 2024 demnach 663 Delikte von Hass­kriminalitt, teilte eine LKA-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mit. 2023 hatte die Zahl der Straftaten in diesem Zusammenhang noch bei 461 gelegen. Aktuellere Daten liegen derzeit nicht vor.

Die Zahl der Delikte erhhte sich damit von 2023 auf 2024 um rund 44 Prozent. Registriert wurden laut Behrde unter anderem Beleidigungen, Sachbeschdigungen, Diebsthle aber auch Krper­ver­letzung. Bei den Straftaten gab es 2024 insgesamt 61 Opfer. Im Jahr 2023 waren es noch 21 Opfer, die im Bereich «sexuelle Orientierung» und «geschlechtsbezogene Diversitt» gezhlt wurden. Darunter waren im vergangenen Jahr auch mehrere Gewaltdelikte, die sich gegen eine bestimmte sexuelle Orientierung richteten: zwei Krper­ver­letzungen, ein besonders schwerer Fall des Landfriedensbruchs, ein ruberischer Diebstahl sowie zwei schwere Brandstiftungen.

Queer­feindliche Straftaten nehmen auch bundesweit zu. Wie ein Lagebericht des Bundeskriminalamts (BKA) vom Dezember zeigte, erfasste die Polizei 2023 insgesamt 17.007 Flle von Hass­kriminalitt in ganz Deutschland (queer.de berichtete). Als politisch motivierte Hass­kriminalitt im Sinne der Statistik werden Straftaten eingestuft, wenn Anhaltspunkte dafr vorliegen, dass sie aufgrund von Vorurteilen verbt wurden. Mehr als jeder Zehnte dieser Flle richtete sich 2023 laut BKA gegen LGBTI-Personen. Die Zahl der Straftaten im Bereich «Sexuelle Orientierung» und «Geschlechtsbezogene Diversitt» habe sich demnach seit 2010 nahezu verzehnfacht. (cw/dpa)