Hausdurchsuchungen nach transfeindlicher Attacke in Berlin
Am Donnerstagmorgen durchsuchten Polizeikrfte aus Berlin und Brandenburg im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin drei Wohnungen in den Berliner Ortsteilen Adlershof, Altglienicke und Bohnsdorf sowie eine Wohnung in Eisenhttenstadt wegen des Verdachts der gefhrlichen Kperverletzung und Beleidigung mit transfeindlichem Hintergrund Ende Mai. Das meldete die Polizei der Hauptstadt am Donnerstagnachmiittag.
Durch «intensive Ermittlungsarbeit» unter anderem durch den Einsatz von Super Recognizern und Gesichtserkennungssoftware identifizierten die Polizeikrfte laut Mitteilung vier Tatverdchtige im Alter von 18 bis 21 Jahren. Insgesamt fhrten die Durchsuchungen zur Sicherstellung von drei Mobiltelefonen sowie mehrerer Bekleidungsstcke, die mutmalich whrend der Tat getragen worden waren. Die Ermittlungen, insbesondere die Auswertung der sichergestellten Mobiltelefone, dauern an.
Ein Opfer wurde krankenhausreif geprgelt
Der Vorfall ereignete sich am 30. Mai 2025. Gegen 22:30 Uhr entdeckten Polizeikrfte eine 27-jhrige trans Person an der Sonnenallee Ecke Reuterstrae, die mit einer stark blutenden Kopfverletzung auf der Fahrbahn lag (queer.de berichtete). Sie befand sich in Begleitung einer weiteren, gleichaltrigen trans Person, die ber Kopfschmerzen klagte.
Gemeinsam mit einer zufllig am Ort anwesenden rztin versorgten die Krfte die am Boden liegende Person zunchst. Hinzualarmierte Rettungskrfte bernahmen die Person dann und brachten sie zur stationren Behandlung in ein Krankenhaus, whrend die andere trans Person am Ort medizinisch versorgt wurde.
Die trans Personen wurden bereits in der U-Bahn angegriffen
Anschlieende Ermittlungen ergaben, dass die beiden trans Personen gegen 22 Uhr am U-Bahnhof Hermannplatz in einen Zug der Linie U8 einsteigen wollten, als eine der beiden unvermittelt von einem Mann, der sich im Waggon befand und in Begleitung von weiteren Mnnern war, bespuckt und mit Wasser bergossen wurden. Anschlieend flchtete der Tatverdchtige aus der U-Bahn und verlie den U-Bahnhof. Die beiden trans Personen liefen ihm bis zur Reuterstrae hinterher. Dort war der Tatverdchtige offenbar in einem Gebude verschwunden.
Als die beiden Begleiter des Tatverdchtigen dann in der Reuterstrae erschienen, kam dieser aus einem Objekt heraus und griff gemeinsam mit einem seiner Begleiter die trans Personen mit Schlgen an, wodurch beide verletzt wurden. Anschlieend flchteten die Tatverdchtigen.
Berliner Polizei fr queerfeindliche Gewalt sensibilisiert
Immer wieder gibt es aus Berlin Berichte ber LGBTI-feindliche bergriffe, da die Landespolizei mgliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentitt gezielt publik macht und diese daher vergleichsweise hufig der ffentlichkeit meldet. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner*innen fr queere Menschen. (mize/pm)
