Kamala Harris: Kandidatur mit Buttigieg wre zu riskant gewesen
Die im letzten Jahr gegen Donald Trump unterlegene Prsidentschaftskandidatin der Demokraten, Kamala Harris, behauptet in ihrem in der nchsten Woche erscheinenen Buch, sie htte am liebsten Pete Buttigieg als Running Mate gehabt. Doch in den Memoiren «107 Days» rumt die ehemalige Vizeprsidentin ein, dass die Idee, eine Schwarze Frau und einen offen schwulen Mann auf die selbe Kandidatur zu setzen, ihrer Meinung nach «ein zu groes Risiko» gewesen sei.
«Ich liebe Pete», schreibt Harris in einem vorab bekannt gewordenen Auszug. «Ich arbeite sehr gerne mit Pete zusammen. Er und sein Mann Chasten sind meine Freunde. Aber wir hatten Amerika schon viel abverlangt: eine Frau zu akzeptieren, eine Schwarze Frau, eine Schwarze Frau, die mit einem jdischen Mann verheiratet ist. Ein Teil von mir wollte sagen: Schei drauf, lass es uns einfach tun. Aber da ich wusste, was auf dem Spiel stand, war es ein zu groes Risiko. Und ich glaube, Pete wusste das auch zu unserem beiderseitigen Bedauern.»
Buttigieg wre der ideale Vize-Kandidat gewesen, «wre ich ein heterosexueller weier Mann», so Harris weiter. Sie entschied sich letztlich fr Tim Walz der Gouverneur von Minnesota galt als moderate und beliebte Wahl. Dennoch unterlag das nach dem Verzicht des damaligen Prsidenten Joe Biden spt berufene Duo der republikanischen Kandidatur von Trump und seinem Vize JD Vance.
Buttigieg irritiert ber Harris-uerungen
Buttigieg zeigte sich indessen «berrascht» von den uerungen. «Meine Erfahrung in der Politik zeigt, dass man das Vertrauen der Whler hauptschlich dadurch gewinnt, was man ihrer Meinung nach fr ihr Leben tun kann, und nicht durch Kategorien», sagte der ehemalige Brgermeister von South Bend, Indiana, und sptere Verkehrsminister gegenber «Politico».
«Man muss den Whlern einfach das prsentieren, was man fr sie tun kann», so Buttigieg weiter. «In der Politik geht es darum, was wir fr die Menschen erreichen knnen, und nicht um diese anderen Dinge.» Bedenken hinsichtlich seiner sexuellen Orientierung seien zudem «kein Thema, ber das wir jemals gesprochen haben».
Der 43-Jhrige gilt als redegewandt und beliebt und machte selbst in Interviews mit rechten Propagandasendern wie «Fox News» eine gute Figur. In einer Umfrage im Sommer unter Demokraten fr die nchste Prsidentschaftswahl holte er mit 16 Prozent knapp den Spitzenplatz vor Kamala Harris und Gavin Newsom (queer.de berichtete). (cw)
