Leichtathletik-Weltverbot fhrt Gentests ein
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Leichtathletik-Weltverbot fhrt Gentests ein

Der Leichtathletik-Weltverband fhrt zur Weltmeisterschaft in Tokio im September einen einmaligen verpflichtenden Geschlechtstest ein. Die Athletinnen mssen sich dabei einem Test auf das SRY-Gen unterziehen, wie der Verband bekanntgab. Der Test soll das «biologische Geschlecht» berprfen und erfolgt per Wangenabstrich oder Blutentnahme. Die Regel tritt zum 1. September in Kraft und gilt fr alle Weltranglistenwettbewerbe und somit auch fr die WM.

«Unsere Philosophie bei World Athletics ist der Schutz und die Wahrung der Integritt des Frauensports», begrndete der britische Prsident des Leichtathletik-Weltverbands Sebastian Coe die Manahme und fgte hinzu: «Wir sagen: Auf Eliteebene darf man nur dann in der Frauenkategorie antreten, wenn man biologisch weiblich ist.»

Die Tests sollen durch die nationalen Verbnde durchgefhrt werden. Nach Eingang der Probe dauert die Analyse laut Weltverband je nach Land und Labor ein bis zwei Wochen.

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«Trans-Panik» im Schul-, Breiten- und Leistungssport

Der Schritt ist offensichtlich eine Folge der «Trans-Panik», die nach dem Amtsantritt von Donald Trump im Januar in den USA weltweit um sich greift. Trump hatte bereits im Wahlkampf trans Menschen zu einer Gefahr erklrt. Derzeit setzt sich seine Regierung dafr ein, trans Mdchen und Frauen nicht nur aus dem Profisport, sondern auch aus dem Schul- und Breitensport zu drngen etwa mit Klagen gegen Bundesstaaten (queer.de berichtete). Im Januar hatte auch Leichtathletik-Chef Coe in der «Deutschen Welle» trans Frauen als «Bedrohung» fr den Leistungssport bezeichnet.

World Athletics has introduced a gene test for the female category in a bid to protect the «integrity of women’s sport».

Their president Sebastian Coe told DW in January already, transgender athletes are «a threat to the female category at elite level». pic.twitter.com/eNiZ3BvGgo

Wissenschaftliche Untersuchungen spielen im Kulturkampf um die Rechte von trans Menschen derzeit indes kaum eine Rolle. So ist nicht ausgemacht, dass trans Frauen eine Vorteil gegenber cisgeschlechtlichen Frauen im Sport haben: Mehrere kleinere Studien kamen zu dem Ergebnis, dass trans Frauen anderen Frauen nicht grundstzlich berlegen sind, im April etwa eine Untersuchung des Internationalen Olympischen Komitees (queer.de berichtete). Die Datenlage ist bislang aber noch recht dnn.

Erst krzlich kndigte auch die World Darts Federation (WDF) an, trans Frauen von Frauen-Turnieren auszuschlieen (queer.de berichtete). (dpa/cw)