Liebich soll Haftstrafe in Chemnitzer Frauen-JVA antreten
Nach der Verurteilung wegen Rechtsextremismus soll Marla-Svenja Liebich die Haft im Chemnitzer Frauengefngnis antreten. Liebich war im Juli 2023 damals noch als Sven Liebich vom Amtsgericht Halle wegen Volksverhetzung, bler Nachrede und Beleidigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten ohne Bewhrung verurteilt worden. Die Berufung dagegen scheiterte, ebenso wie spter die Revision. Das Urteil ist rechtskrftig.
Nun hat die Staatsanwaltschaft Halle Liebich zur Vollstreckung der Strafe in die Justizvollzugsanstalt (JVA)Chemnitzgeladen. Ausschlaggebend dafr sei Liebichs Wohnort, der in Sachsen liege, erklrte ein Sprecher. Fr die Entscheidung ob Mnner- oder Frauengefngnis sei zunchst das eingetragene Geschlecht mageblich. Das weitere Vorgehen, wo die betroffenen Personen endgltig untergebracht werden, obliege nun der JVA.
Ein genaues Datum fr den Haftantritt wurde nicht genannt. In der Regel mssten sich die Betroffenen binnen zwei Wochen vorstellen, hie es.
Liebich bezeichnete queere Menschen als «Parasiten dieser Gesellschaft»
Liebich war jahrelang als Neonazi aus Halle berchtigt und trat immer wieder mit Aktionen in Erscheinung, etwa mit Demonstrationen gegen CSDs. 2022 strte Liebich etwa den CSD Halle und sagte laut einem Bericht zu den Teilnehmenden: «Ihr seid Parasiten dieser Gesellschaft» (queer.de berichtete). Auerdem warnte Liebich laut «Spiegel» (Bezahlartikel) vor «Transfaschismus».
So war es berraschend, dass Liebich Ende 2024 nach Inkrafttreten des Selbstbestimmungsgesetzes den Geschlechtseintrag ndern lie und sich fortan als trans Person prsentierte (queer.de berichtete). Der Jurist Christian Rath bezeichnete die nderung des Geschlechtseintrags in einem «taz»-Beitrag als «missbruchlich» sowie als «reine Provokation»: «Wer das Geschlecht nur zu Provokationszwecken ndert, wird im Strafvollzug voraussichtlich weiter als Mann behandelt.» (dpa/cw)
