Nemo: «Auf dem Markt verteilt wie eine Sau»
Nemo musste nach dem Sieg beim Eurovision Song Contest (ESC) nach eigenen Worten erst mal mit dem riesigen Interesse der ffentlichkeit klarkommen. «In den Tagen vor und nach dem ESC gab ich 300 Interviews», sagte Nemo (25) der «Sddeutschen Zeitung». «Ich gab so viele Interviews, dass mein grter Wunsch war, einfach kein Interview mehr geben zu mssen. Ich hatte sozusagen eine Interview-berdosis.»
Auch das Label machte Druck. «Einer sagte dann: ‚Du weit ja, wie es ist die Person, die gewinnt, wird auf dem Markt verteilt wie eine Sau!‘ Ich hrte das und dachte: Genau so war’s! Es ist hart, aber die pure Wahrheit.»
«Das bedeutet vor allem, viel Nein zu sagen»
Nemos Tipp an den Menschen, der die groe Musikshow ESC in diesem Jahr gewinnt: «Mache einen oder zwei Monate Promo und hole in dieser Zeit alles raus, was mglich ist aber konzentriere dich danach wieder darauf, neue Musik zu machen. Das bedeutet vor allem, viel Nein zu sagen.»
Nemo hat 2024 mit dem Song «The Code» den ESC im schwedischen Malm fr die Schweiz gewonnen als erste nichtbinre Person in der Geschichte des Gesangswettbewerbs (queer.de berichtete). Das Lied thematisierte dabei eigene Erfahrungen mit der Geschlechtsidentitt. Dabei nutzte Nemo die eigene Popularitt auch, um fr die Rechte von geschlechtlichen Minderheiten zu werben (queer.de berichtete). Dabei erfuhr Nemo viel Hass etwa von transfeindlichen Feministinnen oder Rechtspopulist*innen.
Wegen Nemos Sieg findet der ESC 2025 dieses Jahr in Basel statt. Die Proben fr das Event haben bereits begonnen. Die beiden Halbfinals sind auf den 13. und 15. Mai terminiert (Livebertragung im Spartensender One). Das groe Finale findet am 17. Mai statt und wird wie gewohnt im Ersten bertragen. Deutschland wird mit dem Song «Baller» von Abor und Tynna antreten. (dpa/cw)
