Patti Smith: «Ich erklre mich keinem Geschlecht zugehrig»
Die US-Musikerin und Schriftstellerin Patti Smith (78) mag keine Labels. Sie wrde sich heute als Christin bezeichnen, sagt sie im Interview mit der Wochezeitung «Die Zeit» (Bezahlartikel), «aber bestimmt nicht in dem Sinn, in dem die radikale religise Rechte den Glauben praktiziert. Ich betreibe keine organisierte Religionsausbung, erklre mich keiner Nation, keinem Geschlecht, keiner Partei und keiner Kirche zugehrig. Ich mag keine Labels. Und ich will keinem Klub angehren.»
Die politische Lage in den Vereinigten Staaten kritisiert Smith deutlich. «Seit ich lebe, war sie [die Welt] nie in blerer Verfassung», sagt sie im Interview. Besonders besorgt zeigt sie sich ber die Entwicklungen in ihrem Heimatland. Sie sei unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg geboren, in einer Phase des Wiederaufbaus. «Es ist qualvoll, meine Regierung zu sehen.»
Mit Blick auf US-Prsident Donald Trump uert Smith Skepsis hinsichtlich der Umweltpolitik. «Als ich ein Kind war, hatte ich chronischen Husten, weil unsere Wohnung mit einem Kohleofen geheizt wird. Und jetzt bringt Trump die Kohle zurck», sagt sie. Trotz allem will sie den Glauben an das Gute und die Hoffnung nicht verlieren. «Soll man aus lauter Hass und Abscheu gegen die Verhltnisse erstarren? Das ist keine Lsung», so Smith, die 1946 in Chicago geboren wurde und in einer Familie aufwuchs, die den Zeugen Jehovas nahestand. In ihrem neuen Buch «Bread of Angels» (Amazon-Affiliate-Link ) erzhlt sie aus ihrem Leben. (cw)
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