Pionier*in einer queer-feministischen und trans Gegenkultur
Eine groe Werkschau von Ashley Hans Scheirl in Wien spannt einen Bogen von den 1970er Jahren bis in die Gegenwart mit neuen, speziell fr die Ausstellung produzierten Arbeiten.
Seit den spten 1970er-Jahren hat Ashley Hans Scheirl ein beachtlich diverses uvre entwickelt. Mit Filmen, die meist auf Super8 gedreht wurden, gehrt der*die heute international renommierte Knstler*in zu den Pionier*innen einer queer-feministischen und trans Gegenkultur. Scheirls zwanzigjhrige Film-, Performance- und Soundpraxis kumulierte in den beiden experimentellen Spielfilmen «Rote Ohren fetzen durch Asche aka Flaming Ears» (1992) und «Dandy Dust» (1998).
In den 1990er Jahren rckte die Malerei ins Zentrum. In Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte und unter Einbeziehung unterschiedlicher Genres wird nun die Frage nach der Identitt malerisch untersucht. Abstrakter Expressionismus trifft auf Fotorealismus, dunkle Romantik auf Pop Art, Bad Painting auf Surrealismus. Wichtige Referenzen sind der Splatterfilm, der Wiener Aktionismus, Donna Haraway und die literarische Pornografie Georges Batailles.
Fr Scheirl ist ihre*seine Arbeit eine Satire auf das inzwischen surreal anmutende neoliberale Wirtschaftssystem, die mit bissigem Humor die soziale Konstruktion von Gender, Sexualitt und Macht mitbehandelt.
Die Werkschau «Ashley Hans Scheirl In & Out of Painting*» ist vom 19. September 2025 bis zum 18. Januar 2026 in der Wiener Galerie Belvedere 21 (Arsenalstrae 1, 1030 Wien) zu sehen. (cw/pm)
