Premier League beendet Regenbogen-Kampagne
Die englische Premier League hat laut «Daily Telegraph» (Bezahlartikel) angekndigt, die sogenannte «Rainbow Laces»-Kampagne zu beenden. Ziel der Kampagne der LGBTI-Organisation Stonewall war, zu bestimmten Zeiten durch Regenbogenschnrsenkel oder Regenbogen-Kapitnsbinden zu zeigen, dass der Fuballsport allen offen steht.
In der Premier League war die Kampagne zuletzt zu Beginn der Adventszeit durchgefhrt worden. Stonewall und die Premiere League hatten die letzten acht Jahre zusammengearbeitet.
Were proud to support Stonewalls Rainbow Laces campaign
Football is for everyone, which is why its so important to speak out against discrimination and in support of the LGBTQ+ community #RainbowLaces pic.twitter.com/BfU6aCeAcW
Die Premiere League will laut «Telegraph» zuknftig weiterhin eine Kampagne fr LGBTI-Akzeptanz durchfhren. Diese solle im Februar zum LGBTQ History Month starten. So sei nach Ansicht der Liga-Verantwortlichen laut dem Bericht die Fachkompetenz zu dem Thema in der Liga gestiegen. Unklar ist, ob die neue Kampagne so sichtbar sein wird wie die alte. Eines sei sicher: Regenbogen-Kapitnsbinden werde es in diesem Rahmen nicht mehr geben.
Protestaktionen von homophoben Spielern war offenbar erfolgreich
Zuletzt gab es immer mehr Protestaktionen gegen die Regenbogenkampagne: So weigerte sich Anfang Dezember Noussair Mazraoui von Manchester United, an der Aktion teilzunehmen. Sam Morsy von Ipswich Town, lehnte es ab, die Regenbogen-Kapitnsbinde zu tragen. Beide verwiesen dabei auf ihren muslimischen Glauben. Fr ihre Weigerung erhielten die beiden Spieler keinerlei Sanktionen. Marc Guhi, der Kapitn von Crystal Palace, trug die Binde vor gut einem halben Jahr zwar, schrieb aber mit einem Filzstift «Ich liebe Jesus» und «Jesus liebt dich» darber. Dafr erhielt der berzeugte Christ von der Liga zwar eine Verwarnung, aber keine Strafe.
LGBTI-Rechte standen zuletzt in Grobritannien immer mehr unter Druck: Mitte April entschied der oberste Gerichtshof des Landes ein Urteil, wonach trans Frauen keine Frauen im Sinne des britischen Gleichbehandlungsgesetzes sind (queer.de berichtete). Das fhrte nicht nur dazu, dass trans Frauen aus dem Frauenfuball ausgeschlossen worden (queer.de berichtete). Auch die gegenwrtige Regierung der sozialdemokratischen Labour-Partei folgte der transphoben Atmosphre und machte vermehrt gegen trans Menschen Stimmung (queer.de berichtete). Erst vor wenigen Tagen sorgte die Star-Autorin J.K. Rowling fr Aufsehen, weil sie zum Boykott einer groen Kaufhauskette aufrief, weil diese trans Angestellte hat (queer.de berichtete).
Bereits 2021 hatte die ffentlich-rechtliche BBC die Zusammenarbeit mit Stonewall nach einem Streit um einen transphoben Artikel auf der sendereigenen Website eingestellt (queer.de berichtete). Dieser Schritt wurde von Mitarbeitenden und der Mediengewerkschaft scharf kritisiert. (dk)
