Prien gegen Gender-Sternchen an Schulen
Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) fordert bundesweit einheitliche Regeln zum Gendern an Schulen. «Gerade in einem Einwanderungsland ist es wichtig, dass nach einheitlichen Regeln unterrichtet und geschrieben wird», sagte Prien den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Schulen und Behrden sollten sich ihrer Einschtzung nach deshalb an die Regeln des Rats der deutschen Rechtschreibung halten, erklrte sie. «Geschlechtersensible Sprache ist wichtig, aber Sonderzeichen wie Sternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich sollten in der Schule nicht gelehrt und nicht genutzt werden», sagte Prien.
Mit Gendern ist das Verwenden bestimmter sprachlicher Mittel gemeint, um Menschen aller Geschlechtsidentitten sprachlich sichtbar zu machen. Prien betonte, dass ihr einheitliche Regeln hier wichtig seien und sie diese auch in ihrem eigenen Ministerium befolgen werde. Da Bildung Lndersache ist, kann der Bund keine bundesweit einheitlichen Regeln vorschreiben.
Zuvor hatte sich die CDU-Politikerin auch gegen die private Nutzung von Handys an Grundschulen positioniert und damit zu einem weiteren Thema Stellung bezogen, das Millionen von Schler*innen bundesweit betrifft. Grundstzlich sei der Umgang mit Mobiltelefonen in Schulen Sache der Lnder, ihre Haltung dazu sei aber klar, sagte Prien ebenfalls den Zeitungen der Funke Mediengruppe: «In der Grundschule sollte die private Handynutzung verboten sein. An den weiterfhrenden Schulen sollten mglichst altersgerechte Regeln gefunden werden.»
Prien ist seit Anfang Mai neue Bundesministerin fr Familie und Bildung im Kabinett von Kanzler Friedrich Merz (CDU). Zuvor war sie Bildungsministerin in Schleswig-Holstein. (cw/dpa)
