Queere Anti­diskriminierungsarbeit zwischen Unterfinanzierung und Hass
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Queere Anti­diskriminierungsarbeit zwischen Unterfinanzierung und Hass

Queere Bildungsinititiativen stehen derzeit unter Druck: Whrend die Nachfrage wchst, stehen weniger Mittel zur Verfgung. Auerdem wrde die zunehmende Queer­feindlichkeit zu einem immer greren Problem. Das sind die Ergebnisse einer Umfrage des Bundesverbands Queere Bildung (QB) unter seinen Mitgliedsorganisationen (PDF).

«Anti­diskriminierungsarbeit ist vielleicht so gefragt wie nie», erklrte QB-Vorstandsmitglied Lisanne Heilmann anlsslich der Verffentlichung. «Immer mehr Bildungseinrichtungen sind sich dessen bewusst, dass auch in ihren Klassen und in ihrem Kollegium, queere Menschen vertreten sind. Und sie wollen ihrer Aufgabe gerecht werden, fr alle ein positives Lernumfeld zu schaffen.» Gleichzeitig schlage sich «der allgemeine gesellschaftliche Trend zunehmend offensiver geuerter Queer­feindlichkeit» auch hier nieder. «Neben dem Bewusstsein ber die eigene Verantwortung steigt also auch der akute Bedarf», so Heilmann. Viele Vereine berichteten etwa von vermehrten Anfragen.

Kritik an Krzungen

Gleichzeitig, erklrte Heilmann, verfgten viele Mitglieder des Bundesverbands nicht ber ausreichende Ressourcen, um den Anfragen an sie gerecht zu werden. Obwohl viele Angebote auf ehrenamtlicher Basis umgesetzt werden wrden, kmpften sie mit Einschnitten in der finanziellen Frderung: «Auch an unseren Ehrenamtlichen geht nicht spurlos vorbei, dass sie zunehmend mit offenem queerfeindlichem Hass konfrontiert werden. Damit sie das auffangen knnen, brauchen sie fundierte Ausbildung, Begleitung durch hauptamtliches pdagogisches Personal und regelmige Fortbildungen. Wo ffentliche Frdergelder gekrzt werden oder ausbleiben, wirkt sich das direkt auf unsere Angebote aus.»

Zuletzt stand vor allem das Land Berlin wegen Krzungen bei queeren Projekten in der Kritik (queer.de berichtete). (cw)