Queerer Schler gegen kleinbrgerliche Spieigkeit
Seit Ende November ist das legendre queere Debt «Kleinstadtnovelle» von Ronald M. Schernikau erstmals in Regensburg zu sehen.
«Ich habe Angst, bin weiblich, bin mnnlich, doppelt.» Mit diesen Worten beginnt «b.» seine Geschichte. Es ist die Geschichte eines Schlers, der sich nicht wiederfindet, in einer Welt voll von verstaubten Konventionen, schwarz-weien (Schul-)Systemen und kleinbrgerlicher Spieigkeit. Er sucht nach Authentizitt und einem Ausdruck von Autonomie.
Beides findet er in der Beziehung zu einem seiner Mitschler. Nhe, Berhrungen, Begehren, Liebe das alles ist auf einmal zum Greifen nah. Doch schnell wird «b.» mit den Grenzen einer Gesellschaft konfrontiert, die auf Normativitt und nicht auf Vernderung zielt, die einengt, statt befreit, und die keinen Raum fr Menschen wie «b.» lsst.
1980, mit gerade einmal 19 Jahren, schrieb Ronald M. Schernikau sein erstes Werk, die «Kleinstadtnovelle». Der Text, der autobiografische Zge des Autors trgt, ist «Coming-out»- und «Coming-of-age»-Geschichte in einem. Bereits bei seiner Verffentlichung viel beachtet, gilt das Prosawerk noch heute als einer der Meilensteine queerer Literatur.
Doch nicht nur das: Es ist damals wie heute ein nachdrcklicher Aufruf, den Status quo zu hinterfragen, ein sprachstilistisches Meisterwerk und eine radikale Suche nach Freiheit der persnlichen wie der gesellschaftlichen.
«Kleinstadtnovelle» ist aktuell am Theater Regensburg zu sehen. Weitere Vorstellungen gibt es am 5., 10., 11., 12. und 13. Dezember 2025 sowie am 24. und 26. Februar 2026. An allen Terminen findet im Anschluss ein Nachgesprch statt. (cw/pm)
