Queersensible Anzeigenaufnahme bei der Bremer Polizei
1 min read

Queersensible Anzeigenaufnahme bei der Bremer Polizei

Die Bremer Polizei bietet ab sofort ein Angebot fr Betroffene von queer­feindlicher Gewalt an. Sie knnen sich in geschtztem Rahmen beraten lassen und eine Anzeige stellen, wie die Polizei mitteilte. Die Polizist*­innen sind sensibilisiert fr queer­feindliche Gewalt und knnen Betroffene bei Bedarf an andere Hilfsstellen vermitteln.

Betroffene von Diskriminierung und queer­feindlicher Gewalt seien oftmals emotional belastet, sagte ein Sprecher der Polizei. «Mglicherweise zgern sie, solche Straftaten anzuzeigen.» Mit dem Angebot hofft die Polizei, dass sich das ndert.

Die Beamt*­innen bieten ab diesem Freitag alle zwei Wochen vormittags Termine im Prventionszentrum (Am Wall 195, 2. Stock) an. Wer queer­feindliche Gewalt erlebt oder beobachtet hat, kann vorab per Mail an LSBTIQ@polizei.bremen.de einen Termin ausmachen oder ohne Anmeldung vorbeikommen.

Die Zahl der queer­feindlichen Straftaten nahm zuletzt zu. Die Bremer Polizei bearbeitete 19 Flle im Jahr 2020, im vergangenen Jahr bereits 26 Taten. Sie reichen von Beleidigung ber Diebstahl und Sachbeschdigung bis hin zu Krper­ver­letzung.

«Tatbegehende sehen queere Menschen oft als Bedrohung fr traditionelle Geschlechterrollen und heteronormative Familienstrukturen», erklrte eine Sprecherin der Polizei. Sie suchten sich ihre Opfer gezielt aus. In der Regel seien es fremde Menschen, was die Hemmschwelle fr Gewalt senken knne. (cw/dpa)