Regionale Polizeigewerkschaften distanzieren sich von Queerfeindlichkeit ihres Chefs
Mehrere Landesverbnde der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) haben queerfeindliche uerungen ihres Bundeschefs Rainer Wendt kritisiert. Wendt hatte vor einer Woche in «Tichys Einblick» queere Menschen unter anderem beschuldigt, anderen ihre sexuelle Orientierung «aufdrngen» zu wollen (queer.de berichtete).
«Der Landesverband Nordrhein-Westfalen der Deutschen Polizeigewerkschaft im dbb (DPolG) distanziert sich von den dargestellten Aussagen des Bundesvorsitzenden Rainer Wendt. Die DPolG steht fr Offenheit und Toleranz, wir stehen hinter all unseren Kolleginnen und Kollegen und an der Seite der queeren Community», teilte etwa der grte Landesverband der Gewerkschaft mit. Dabei wies der Verband darauf hin, dass es zuletzt zu bergriffen auf queere Menschen gekommen sei das sei ein «nicht zu akzeptierender Zustand». «Queerfeindlichkeit hat in unserer Gesellschaft nichts zu suchen.» Auch der bayerische Landesverband betonte, dass Wendt nicht seine Haltung wiedergebe.
Der Landesverband Nordrhein-Westfalen der Deutschen Polizeigewerkschaft im dbb (DPolG) distanziert sich von den…
Thomas Jungfer, der Landesvorsitzende der Polizeigewerkschaft Hamburg, verffentlichte ein Video, in dem er ber seine eigene Homosexualitt sprach: «Ich bin Polizeibeamter und ich bin schwul. Warum sage ich das jetzt so konkret? Weil ich damit zum Ausdruck bringen mchte, dass die Deutsche Polizeigewerkschaft Hamburg mit dem Landesvorsitzenden weltoffen ist.» Das Video wurde auch von anderen Landesverbnden verffentlicht.
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Der Berliner DPolG-Landesverband teilte in einer Pressemitteilung mit, dass er hinter der queeren Community stehe: «Toleranz, Weltoffenheit und das Neutralittsgebot des Grundgesetzes gehren in Berlin zu unserem gewerkschaftlichen Bekenntnis», so der Landesvorsitzende Bodo Pfalzgraf. «Wir arbeiten tglich daran, dass diePolizei Berlin die grte Menschenrechtsorganisation dieser Stadtist und bleibt.»
Der Dachverband Deutscher Beamtenbund (dbb), dem die Polizeigewerkschaft angehrt, zeigte sich ber die Kritik erfreut: «Ich begre die Verffentlichungen verschiedener Landesverbnde der Deutschen Polizeigewerkschaft, die sich so wie auch der dbb berlin von den Aussagen ihres Bundesvorsitzenden, Rainer Wendt, distanzieren», so der Berliner Landesvorsitzende Frank Becker.
Nach den uerungen von Wendt hatte Diana Gler, die Ansprechperson fr lesbische, schwule, bisexuelle, trans und inter Menschen fr die Polizei des Landes Rheinland-Pfalz, ihren Austritt aus der Polizeigewerkschaft erklrt (queer.de berichtete). Gler ist auch Vorsitzende des Bundesverbands queerer Beschftigter in Polizei, Justiz und Zoll(VelsPol). Sie forderte andere Gewerkschafter*innen auf, ber einen Austritt nachzudenken. (dk)
Bundesweite Pressereaktion zur Kritik an den uerungen von Rainer Wendt durch VelsPol Deutschland Eine der grten…
