Simone Biles zu transphober Aktivistin: «Du bist wirklich krank»
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Simone Biles zu transphober Aktivistin: «Du bist wirklich krank»

Simone Biles, mit sieben olympischen Goldmedaillen und 23 WM-Titeln die erfolgreichste Turnerin aller Zeiten, hat die transfeindliche Aktivistin Riley Gaines wegen ihres Aktivismus gegen trans Frauen im Sport in mehreren Tweets scharf kritisiert. «Du bist wirklich krank, deine ganze Kampagnenarbeit, nur weil du ein Rennen verloren hast. Du bist eine schlechte Verliererin», schrieb die 28-jhrige US-Athletin in einem Beitrag auf X.

Gaines solle sich lieber dafr engagieren, dass sich trans Frauen im Sport sicher fhlen knnen. «Stattdessen mobbst du sie. Eines ist klar: Niemand ist sicher im Sport, wenn du da bist!!!!!», so Biles weiter. Zuvor hatte Gaines der Olympionikin vorgeworfen, mit ihrer Transfreundlichkeit cisgeschlechtliche Frauen zu verraten und eine «Mnner-Apologetin» zu sein.

@Riley_Gaines_ Youre truly sick, all of this campaigning because you lost a race. Straight up sore loser. You should be uplifting the trans community and perhaps finding a way to make sports inclusive OR creating a new avenue where trans feel safe in sports. Maybe a transgender https://t.co/pjpzuZ0AlO

Gaines ist eine frhere Schwimmerin, die wegen ihres christlichen Glaubens trans Menschen ablehnt und insbesondere trans Frauen aus dem Sport drngen will, weil diese angeblich eine Gefahr fr cisgeschlechtliche Frauen darstellten. Ihren Aktivismus startete sie nach einem Turnier mit der trans Schwimmerin Lia Thomas. Die beiden traten darin 2022 gegeneinander an nicht in einem echten Profi-Wettkampf, sondern in einem nationalen Unisport-Wettbewerb und dazu noch in einer nur in den USA bekannten Disziplin, dem Kraulen ber die Distanz von 183 Metern (das entspricht 200 amerikanischen Yard). Und es ging noch nicht einmal um Edelmetall, sondern nur um den fnften Platz, den Thomas und Gaines bei diesem Wettkampf zeitgleich belegten. Gaines zeigte sich danach emprt darber, dass Thomas den Pokal fr den fnften Platz erhielt, whrend sie zunchst nur einen fr den sechsten Platz bekam. Offizielle hatten das damit begrndet, dass nur ein Pokal fr den fnften Platz vor Ort vorhanden war und Gaines einen zugeschickt bekomme. Die Ergebnistabelle des Wettkampfes listet Thomas wohl wegen eines minimalen Vorsprungs zuerst.

Auch Trump ist ein Fan von Gaines

Seither macht Gaines gegen Thomas Stimmung und wurde zu einer Heldin fr die Rechte in den USA um Prsident Donald Trump, der kurz nach seinem Amtsantritt einen Erlass gegen trans Sportlerinnen verhngte (queer.de berichtete). Bei der Unterzeichnungszeremonie war auch Gaines anwesend.

Auch ansonsten ist Gaines gegen «woke» Auswchse beim Sport: So kritisierte sie die Erffnungszeremonie der Olympischen Spiele in Paris als «satanisch».

Wissenschaftliche Untersuchungen spielen im Kulturkampf um die Rechte von trans Menschen derzeit kaum eine Rolle. Die Behauptung von Trump und Co., dass trans Frauen einen unfairen Vorteil im Sport htten, ist nicht wissenschaftlich belegt, ganz im Gegenteil: Mehrere kleinere Studien kamen zu dem Ergebnis, dass trans Frauen anderen Frauen nicht grundstzlich berlegen sind, zuletzt etwa eine Untersuchung des Internationalen Olympischen Komitees (queer.de berichtete). Die Datenlage ist bislang aber noch recht dnn. (cw)