So queer wird das «Buffy»-Reboot: Sarah Michelle Gellar klrt auf
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So queer wird das «Buffy»-Reboot: Sarah Michelle Gellar klrt auf

ber das mit Spannung erwartete Reboot von «Buffy» ist noch weniger bekannt, als bisher angenommen wurde. «Das, was bisher verffentlicht wurde, ist alles falsch», stellte Hauptdarstellerin Sarah Michelle Gellar (48) in einem Interview mit «Elite Daily» klar.

Zuvor hatten einige Seiten ber Casting-Aufrufe fr angebliche neue Charaktere der Show berichtet. Demnach sollte sich die neue Serie um eine 16-jhrige Einzelgngerin namens Nova drehen sowie ihre Freund*innen Hugo, der als stolzer, reicher Nerd beschrieben wird, und Gracie, die eine junge Expertin fr Vampire sein sollte. «Das sind alles Fake-Charaktere», stellte Gellar nun allerdings klar. Sie selbst blieb geheimnisvoll und besttigte keine neuen Details zu dem Reboot.

Warum Sarah Michelle Gellar nun doch dabei ist

Dafr erklrte die Schauspielerin, dass das Reboot bereits seit dreieinhalb oder sogar vier Jahren in Arbeit sei. Und sie verriet, wie Regisseurin Chlo Zhao (43) sie an Bord holen konnte, nachdem sie sich jahrelang gegen eine Neuauflage gewehrt hatte. «Jeder Vorschlag, den ich hrte, lautete: ‚Lasst uns Buffy einfach noch einmal machen‘. Warum eigentlich? Aber die Leidenschaft, mit der [Zhao] zu mir kam, was sie mit der Serie und der Figur machen wollte und warum Buffy jetzt gebraucht wird das war das erste Mal, dass ich dachte: ‚OK, es gibt einen Grund'», sagte Gellar.

Auch Disney-TV-Studio-Chef Eric Schrier hat in einem neuen Interview mit «Deadline» das Reboot besttigt und darber gesprochen, wie es dazu gekommen ist. ber die Zusammenkunft von Gellar, Zhao und die Drehbuchautorinnen Nora und Lilla Zuckermann sagte er: «Das ist einfach ein erstaunliches Paket, das organisch entstanden ist, weil wir begeistert davon waren, diese Geschichte nach so langer Zeit auf eine neue Art und Weise zu erzhlen.»

Serie fr Antiheld*innen und Auenseiter*innen

Wie die ursprngliche Serie, wird sich auch das Reboot fr LGBTI-Charaktere einsetzen, erklrte Gellar weiter. «Der Sinn eines Antihelden ist es, ein Held fr die Menschen zu sein, die nicht in eine Schublade passen, die Menschen, die nicht wie alle anderen sind», erklrte sie. «Das ist es, wofr ich Geschichten erzhlen mchte: die Person, die wirklich nach diesen Geschichten sucht, um eine Verbindung zu spren.»

Im Februar berichtete «Deadline», dass Hulu kurz vor der Bestellung eines Pilotfilmes fr das Reboot stehe (queer.de berichtete). Es wird erwartet, dass Gellar ihre gleichnamige Rolle in dem von Nora und Lilla Zuckerman geschriebenen Pilotfilm unter der Regie von Zhao wieder aufnimmt. Als Produzenten fungieren Gellar, Zhao, die Zuckermans sowie Dolly Parton (79), die schon das Original mit ihrer Firma Sandollar produziert hatte.

Buffy als queerfeministische Ikone

«Buffy Im Bann der Dmonen» lief ursprnglich von 1997 bis 2003 im amerikanischen TV. Die Serie von Schpfer Joss Whedon (60) erwies sich auch in Deutschland als beraus populr. Besonders die von Gellar gespielte, kampfstarke und furchtlose Hauptfigur Buffy Summers, eine Art Horrorfilm-Actionheldin, wurde und wird als feministische Ikone gefeiert. Die 144-teilige Serie sorgte auch mit der lesbischen Figur Willow Rosenberg (Alyson Hannigan) fr Aufsehen, da um die Jahrtausendwende homosexuelle Hauptfiguren in amerikanischen Network-Serien jenseits der Comedy praktisch unbekannt waren (queer.de berichtete). (spot/cw)