«South Park»: Trump steigt mit dem Teufel ins Bett Weies Haus ist irritiert
«South Park» ist diese Woche in seine mittlerweile 27. Staffel gestartet. Die beiden Macher der oftmals gesellschaftskritischen und satirischen Animationsserie, Trey Parker (55) und Matt Stone (54), nehmen erneut kein Blatt vor den Mund. Sie zeigen direkt zum Auftakt, wie US-Prsident Donald Trump (79) mit dem Teufel ins Bett steigt eine Ehre, die Ende der Neunzigerjahre bislang als einziger Prominenter Saddam Hussein (1937-2006) hatte.
In der Episode deutet der animierte Trump in deutlichen Worten an, Sex mit Satan haben zu wollen. Wie sein irakischer Vorgnger verhlt sich auch Trump recht rpelhaft gegenber Satan, der entnervt erklrt: «Ich brauche psychologische Behandlung. Du erinnerst mich immer mehr an diesen Typen, den ich frher gedatet habe. Ihr seid genau gleich.» Daraufhin erklrt Trump: «Ich liebe dich» und entblt sich. Der prsidiale Penis sei laut dem Teufel aber so klein, dass er kaum sichtbar sei.
Good morning and Happy Thursday to everyone who LOVES the way the South Park guys absolutely cooked trump in their test season premiere, he is going to HATE the accurate size depiction of his tiny member.
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Am Ende zeigt die «South Park»-Episode auch ein Deepfake, in dem der realistisch aussehende Trump schweiberstrmt durch die Wste luft, sich nackt auszieht und zusammenbricht. Auch hier ist wieder ein kleiner Penis zu sehen, der sogar spricht. Daraufhin sagt eine Stimme aus dem Off: «Trump sein Penis ist winzig klein, aber seine Liebe fr uns ist gro.»
Folge greift aktuelle Themen auf
In der Folge werden viele aktuelle Themen aufgegriffen etwa dass Trump in den bisher noch nicht verffentlichten Epstein-Akten auftauchen soll. Der Investmentbanker Jeffrey Epstein war frher ein enger Freund von Trump, wurde dann aber als Sexualstraftter berfhrt und beging 2019 in Haft Suizid.
Auerdem wird die Zeichentrick-Variante des Prsidenten vom kanadischen Premier gefragt, ob sie eine Art Diktator sei. Und der gezeichnete Trump erlutert, dass es fr ihn keinen Unterschied mache, ob die USA den Iran oder den Irak bombardiere.
Bislang ist Trump nie persnlich in «South Park» aufgetaucht vielmehr wurde in den letzten Jahren der schwule Lehrer Mr. Garrison als eine Art Ersatz-Trump gezeigt, der in Washington fr Chaos sorgt. In der neuen Folge fhrt Garrison jedoch ein zurckgezogenes Leben er wird mit seinem Partner Rick gezeigt, mit dem er auf dem Sofa sitzend «The White Lotus» anschaut.
Die vernderten Zeiten unter Trump werden auch durch die Figur PC Principal angedeutet, den Rektor der Grundschule von South Park. Er verwandelt sich in der Folge von einem woken Linken in einen fundamentalistischen Christen. Das PC steht dabei nicht mehr fr «politisch korrekt», sondern fr «Power-Christ», erlutert er in der Folge.
Trump-Regierung: «South Park» ist seit 20 Jahren nicht mehr relevant
Das Weie Haus zeigte sich in einem Mitteilung an «Variety» ungehalten ber die neue «South Park»-Folge: «Die Sendung ist seit 20 Jahren nicht mehr relevant und berlebt nur mit einfallslosen Ideen in einem verzweifelten Versuch, Aufmerksamkeit zu erhaschen», erklrte Trump-Sprecherin Taylor Rogers. «Prsident Trump hat in sechs Monaten mehr geliefert als alle Prsidenten in der Geschichte unseres Landes. Keine viertklassige Sendung kann die Erfolgsserie von Prsident Trump beenden.»
Erste Folge nach «South Park»-Mega-Deal
Kurz vor der Ausstrahlung der Folge war bekannt geworden, dass die «South Park»-Macher und Paramount Global sich auf einen neuen Mega-Deal geeinigt haben. Der Streamingdienst Paramount+ wird in den USA zum Zuhause fr alle bisherigen «South Park»-Staffeln, nach Ausstrahlung auf dem ebenso zu Paramount gehrenden Sender Comedy Central landen die neuen Folgen ebenfalls stets dort. Der Deal erstreckt sich ber fnf Jahre und umfasst 50 neue Episoden, wie offiziell mitgeteilt wurde.
Parker und Stone seien «einzigartige, kreative Krfte, deren furchtloser Humor und grenzberschreitende Geschichten ‚South Park‘ zu einer der beliebtesten und bestndigsten Serien aller Zeiten gemacht haben», wurde Chris McCarthy, Co-CEO von Paramount Global, zitiert. Wie unter anderemdas Branchenmagazin «The Hollywood Reporter»berichtet, wird die Abmachung auf einen Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar geschtzt.
In der neuen «South Park»-Folge wird Paramount allerdings auch scharf kritisiert, weil das Medienunternehmen Trump 16 Millionen Dollar zur Beilegung einer Klage gegen den konzerneigenen Sender CBS zahlte. Dies wurde von vielen als Bestechung kritisiert, da die Trump-Regierung einer Fusion Paramounts mit der Filmproduktionsgesellschaft Skydance Mediazustimmen musste.
Zu den Kritikern gehrt auch Late-Night-Talker Stephen Colbert, dessen Sendung auf CBS ausgestrahlt wird. Wenige Tage nach der Kritik von Colbert verkndete Paramount, dessen Show absetzen zu wollen, angeblich aus finanziellen Grnden. Diese Erklrung wurde jedoch angezweifelt, da Colberts Show seit Jahren die hchsten Einschaltquoten in diesem Segment erzielt. (spot/dk)
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