Staatliche US-Krankenversicherung stoppt trans Gesundheits­versorgung
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Staatliche US-Krankenversicherung stoppt trans Gesundheits­versorgung

Die amerikanische Bundesregierung hat stillschweigend verfgt, dass eine staatliche Krankenversicherung in ihrer Verwantwortung knftig keine Kosten mehr fr geschlechtsangleichende Behandlungen bei Personen jeden Alters bernimmt. Ausnahmen bei der Gesundheitsversorgung fr trans Menschen gebe es demnach nur bei laufenden Behandlungen bei diagnostizierter Geschlechtsinkongruenz im Rahmen einer Einzelfallprfung.

Das kndigte die fr Gesundheitsversorgung und -versicherungen zustndige Abteilung des U.S. Office of Personnel Management am Freitag in einem von Medien verffentlichten Brief an. Konkret geht es um zwei Versicherungsprogramme: FEHB versorgt rund acht Millionen Angestellte des Bundes, PSHB zwei Millionen zustzliche Mitarbeitende der Post. Nach einer Schtzung des Williams Institute gibt es rund 14.000 trans Personen im ffentlichen Dienst des Bundes, berichtet das queere US-Magazin «Advocate».

Die Neuregelung soll ab 2026 greifen. Weiter abgedeckt werden sollen «Beratungsleistungen bei Geschlechtsinkongruenz» durch einen zugelassenen Psychotherapeut*innen. Das knne auch «religise Beratung» umfassen also mglicherweise Konversionstherapien, die von einer Transition abhalten sollen. Dass die US-Regierung das untersttzten knnte, machte krzlich ein Bericht es Gesundheitsministeriums deutlich (queer.de berichtete).

Eine transfeindliche Manahme von vielen

Die in vielen Bereichen transfeindlich agierende Trump-Regierung hatte im Mrz bereits die Kostenbernahme von geschlechtsangleichenden Behandlungen bei Veteran*innen gestoppt (queer.de berichtete). Auch bei im Dienst befindlichen trans Militrangehrigen gibt es diese bernahme nicht mehr, vor allem wurden sie aus dem Dienst entlassen und werden als solche nicht mehr neu eingestellt (queer.de berichtete).

Kurz nach seiner Amtsbernahme hatte Prsident Donald Trump auch mehrere Dekrete erlassen, wonach keine Bundesgelder mehr fr geschlechtsangleichende Behandlungen bei Minderjhrigen genutzt werden drften neben staatlichen Programmen sollte etwa auch Krankenhuser und Universitten, die Bundesmittel erhalten, solche Behandlungen einstellen. Ein Richter stoppte das Vorhaben zunchst (queer.de berichtete). Im Juli gab Justizministerin Pam Bondi bekannt, sie habe mehr als 20 Vorladungen an Kliniken und rzte verschickt, die entsprechende Behandlungen anbieten: «Medizinische Fachkrfte und Organisationen, die im Dienste einer verdrehten Ideologie Kinder verstmmelt haben, werden von diesem Justizministerium zur Rechenschaft gezogen.»

Fhrende medizinische Vereinigungen der USA, aber unter anderem auch die Weltgesundheitsorganisation WHO stimmen im Groen und Ganzen berein, dass aktuelle Behandlungsempfehlungen zu Erwachsenen und Minderjhrigen evidenzbasiert und notwendig seien. (cw)