Streit um trans Sportlerinnen: US-Justizministerium verklagt Kalifornien
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Streit um trans Sportlerinnen: US-Justizministerium verklagt Kalifornien

Das US-Justizministerium hat Klage gegen Kalifornien eingereicht, weil der US-Bundesstaat trans Athletinnen weiterhin die Teilnahme in Frauensportteams erlaubt. Cis Sportlerinnen an Bildungsinstitutionen in Kalifornien seien «unfairer Konkurrenz und rcksichtsloser Gefhrdung durch die Teilnahme von Mnnern in Sportteams fr Frauen ausgesetzt», behauptete das Ministerium am Mittwoch (Ortszeit). Es wirft Kalifornien vor, gegen ein transfeindliches Gesetz zu verstoen, welches Geschlechterdiskriminierung in mit Bundesmitteln finanzierten Bildungsprogrammen verbietet.

Kaliforniens Bildungsministerium erlaube die «illegale Diskriminierung weiblicher Sportlerinnen durch die Zulassung mnnlicher Teilnehmer» zu, hie es.

Im April hatte das Justizministerium bereits Klage gegen den Bundesstaat Maine eingereicht, weil dort trans Athletinnen an Wettkmpfen fr Frauen teilnehmen drfen (queer.de berichtete). Die Regierung von US-Prsident Donald Trump beschloss, die Bundesmittel fr ffentliche Schulen in dem nordstlichen Bundesstaat zu krzen. Justizministerin Pam Bondi erklrte damals, dass Minnesota und Kalifornien die nchsten Bundesstaaten sein knnten, gegen die das Ministerium vorgeht.

Das Vorgehen des Justizministeriums ist die jngste Eskalation in dem anhaltenden Streit zwischen der Regierung des republikanischen Prsidenten Trump und dem demokratisch regierten Bundesstaat. Trump hatte im vergangenen Monat Tausende Soldat*­innen der Nationalgarde nach Los Angeles entsandt, um Proteste gegen die Festnahme von Migrant*­innen ohne Papiere durch Bundesbeamt*­innen zu unterdrcken. Der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, sprach von berwiegend friedlichen Protesten und kritisierte die Truppenentsendung. (cw/AFP)