«The Power»: Matthias Mangiapane schimpft ber «Schwuchteln»
In der neuen Joyn/ProSieben-Show «The Power» irritiert Realitydarsteller Matthias Mangiapane erneut mit aggressiven uerungen. Der 41-Jhrige ist neben Aaron Knigs (30, «Prince Charming», «Promi Big Brother») und Lucas Schwarze (24, «Germany’s Next Topmodel») einer von drei offen schwulen Kandidaten.
Wie die «Bild»-Zeitung (Bezahlartikel) berichtete, htten Mangiapane, Schwarze und Knigs eine schwule Allianz vereinbart. «Minderheiten mssen zusammenhalten», so Knigs. Dann lsterten die drei aber ber andere schwule Promis.
Dragqueen Katy Bhm sei fr Schwarze etwa eine «falsche Ratte». Mangiapane stimmte zu und lieferte seine gewohnte derbe Sprachwahl: «Katy Bhm ist eine Fotze!» Auch von einem Ex-Dschungelstar hlt er wenig: «Manuel Flickinger ist auch so ein Opfer, ich schwre.» Daraufhin ffte Knigs Flickingers Drag-Alter-Ego nach.
Als es um Dragqueen Nina Queer ging, erklrte Schwarze: «Die hasse ich, die Alte!» und gab Kotzgerusche von sich. Noch deutlicher wurde wieder mal Mangiapane: «Ist auch so ein richtiges Drecksviech. Ich habe ja gar keinen Bock auf diese ganzen Schwuchteln.» Schwarze stimmte dem zu.
Knigs und Schwarze erheben Vorwrfe gegen Produktionsteam
In einem Interview gegenber dem Podcast «Teaching Trash» uerten sich Knigs und Schwarze ber ihre verbalen Entgleisungen und gaben die Schuld fr die Ausflle an das Produktionsteam weiter. Knigs erklrte, in Realitysendungen wrden derartige Ausflle eigentlich immer herausgeschnitten. Er sei davon ausgegangen, dass dies hier auch der Fall sei. «Hier wollten die uns als das hinterlistige schwule Trio darstellen», beschwerte er sich. Schwarze erklrte, dass nicht das gesamte Gesprch gezeigt worden sei, sondern nur Ausschnitte.
«Ihr seid Teil des Problems
Auf Instagram kritisierten einige Nutzer*innen die Ausreden der beiden Realitydarsteller: «Der Schnitt ist aber nicht schuld daran, was gesagt wurde. Punkt. Ich glaube hier ist die ein oder andere Entschuldigung fllig», lautete ein Einwand. «Schade, ihr beiden wart echt [sympathisch], der Clip knnte euch das Genick brechen», schrieb ein Nutzer. Ein anderer erklrte: «Wie wre es, wenn ihr einfach mal zu euren Fehltritten steht? Ihr knnt euch nicht ernsthaft ber die toxische Community beschweren, whrend ihr vor laufender Kamera maximal toxisch und respektlos rumhampelt und euch hinterher rausredet, dass es am Schnitt liegt. Ihr erkennt nicht das Problem, ihr seid Teil davon.»
Anders als Schwarze und Knigs ist Mangiapane bereits in den letzten Jahren durch abwertende uerungen aufgefallen. In «Das groe Promi-Ben» musste er sich vor drei Jahren etwa rechtfertigen, weil er Konkurrentin Claudia Obert in der Realityshow «Promis unter Palmen» so lange gemobbt hatte, bis sie weinte und die Show schlielich freiwillig verlie (queer.de berichtete). Nach dieser Szene sagte Luca Bazzanella, der Assistent des Modedesigners Thomas Rath, zu Mangiapane: «Du bist die grte Schande, die wir als Community haben» (queer.de berichtete).
Mangiapane distanziert sich von queerer Community
Gegenber «Bild» verteidigte Mangiapane seine Ausbrche gegenber den anderen Promis. Dabei distanzierte er sich auch von der Community: «Wer von denen ist da, wenn es mir mal schlecht geht? Meine Community sind meine Familie und meine engsten Freunde.»
«The Power» basiert auf einem franzsischen Format und wird vom Medienmagazin DWDL als «eine halbherzige Umsetzung eines interessant klingenden Konzepts» bezeichnet. Die ersten zehn Folgen, die jeweils um die 30 Minuten dauern, sind schon beim Streamingportal Joyn erschienen, 40 weitere sollen folgen. Im Sender ProSieben werden ab Montag einzelne Folgen im Zeitraum zwischen 3 und 6 Uhr morgens gezeigt. Auerdem laufen zeitweise Zusammenfassungen im Abendprogramm zwischen 22 und 24 Uhr. (cw)
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