Trans Loo vor dem Supreme Court
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Trans Loo vor dem Supreme Court

Mit der Installation einer «Dritten Toilette» vor dem Obersten Gerichtshof Grobritanniens in London demonstrierte die Trans-Organisation TransActual UK fr die Rechte und Wrde von trans Menschen.

Das ffentliche Klo in den Farben der Trans-Flagge soll nach Angaben des Verbands die aktuelle Entblung von trans Personen im Vereinigten Knigreich widerspiegeln und die Vorstellung in Frage stellen, dass Sicherheit und Grundrechte optional sein knnen.

Hintergrund der Aktion ist die Mitte April ergangene Entscheidung des Supreme Court, dass trans Frauen im Sinne des britischen Gleichstellungsgesetzes keine Frauen sind und sie sich deshalb nicht auf die gleichen Rechte berufen knnen (queer.de berichtete). Die britische Kommission fr Gleichstellung und Menschenrechte verffentlichte als Reaktion darauf eine neue Richtlinie, wonach trans Personen nicht mehr die Toiletten, Duschen und Umkleiden ihres erlebten Geschlechts nutzen drfen (queer.de berichtete).

Die Installation der «Dritten Toilette» vor dem Supreme Court war eine direkte Reaktion auf die uerungen der Kommissionsvorsitzenden Kishwer Falkner, die vorgeschlagen hatte, dass sich Trans-Organisationen fr einen separaten «dritten Raum» einsetzen sollten.

«Der Oberste Gerichtshof hat behauptet, er habe Klarheit in einen schwierigen Bereich gebracht», erklrte TransActual-UK-Direktorin Hafsa Qureshi zur Aktion. «Es hat jedoch genau das Gegenteil bewirkt und gleichzeitig die Rechte und den Status von trans Menschen im Vereinigten Knigreich geschmlert. Die Auswirkungen auf die trans Community sind bis heute verheerend.»

Das «Trans Loo» vor dem Gericht soll zeigen, «dass wir gezwungen sind, ohne Sicherheit, Privatsphre und Rechte zu existieren vor den Augen einer Gesellschaft, die sich weigert, uns zu sehen», sagte Qureshi. Es sei eine «Forderung nach rechtlicher Klarheit, Menschenwrde und echter, gelebter Sicherheit fr alle trans Personen; und ein Versuch, Druck auf ffentliche Entscheidungstrger auszuben, um sicherzustellen, dass sie Fragen beantworten und letztendlich zur Rechenschaft gezogen werden» (mize)