Ungarn: Maja T. bleibt in U-Haft
Die in Budapest inhaftierte deutsche non-binre Person Maja T. (24) bleibt weiter in Haft. Das zustndige Gericht lehnte einen Antrag auf berstellung in den Hausarrest ab und begrndete dies mit erhhter Fluchtgefahr angesichts eines mglichen Strafmaes von bis zu 24 Jahren Haft.
Maja T. wird vorgeworfen, im Februar 2023 in Budapest an Gewalttaten gegen tatschliche oder mutmaliche Rechtsextremisten beteiligt und fr schwere Krperverletzungen mitverantwortlich gewesen zu sein. Im Dezember 2023 war Maja T. in Berlin verhaftet und im Juni 2024 nach Ungarn ausgeliefert worden obwohl das Bundesverfassungsgericht dies untersagt hatte. Doch die Behrden warteten nicht auf die Eilentscheidung aus Karlsruhe (queer.de berichtete).
Maja T. sagte nach der Urteilsverkndung, es gebe «keinen objektiven Grund» fr eine weitere Inhaftierung, deren Bedingungen «unmenschlich» seien. Maja kndigte eine Fortsetzung eines vor 16 Tagen begonnenen Hungerstreiks an.
Dutzende antifaschistische Aktivist*innen verfolgten das Verfahren auf der Zuschauertribne, andere demonstrierten drauen mit Rufen wie «Free Maja». Die Polizei trennte diese Gruppe von rechtsextremen Gegendemonstranten.
Martin Schirdewan, Vorsitzender der Fraktion The Left im EU-Parlament, bezeichnete das Verfahren als «politischen Schauprozess». Ungarns Ministerprsident Viktor Orban fhre einen Rachefeldzug gegen antifaschistische Personen. Er forderte den diplomatischen Einsatz Berlins fr eine Rckfhrung Majas nach Deutschland. (dpa/cw)
