Ungarns Regierung: Pride-Parade auf «Befehl» der EU
Nach der groen Beteiligung an der Pride-Demonstration in Budapest trotz eines polizeilichen Verbots hat die ungarische Regierung von einer Kundgebung «auf Brssels Befehl» gesprochen. «Mit der Pride hat die Opposition gegen Gesetze aufgewiegelt, die ihr nicht gefallen, Ungarns Souvernitt verhhnt und mit auslndischer Untersttzung versucht, uns die woke Kultur aufzuzwingen», erklrte Regierungssprecher Zoltan Kovacs am Samstag mit Blick auf die EU.
An der Parade in der ungarischen Hauptstadt fr die Rechte von queeren Menschen hatte am Samstag nach Angaben der Veranstalter*innen eine Rekordzahl von bis zu 200.000 Menschen teilgenommen (queer.de berichtete). Auch Dutzende Mitglieder des EU-Parlaments reisten an, um ihre Solidaritt zu zeigen. Whrend des Umzugs wurden auer Regenbogenfahnen vielfach auch EU-Flaggen geschwenkt.
Angesichts der restriktiven Politik im EU-Land Ungarn gegenber queeren Menschen hatte die Pride-Parade in diesem Jahr eine besondere politische Bedeutung. Die Regierung des rechtsnationalen ungarischen Ministerprsidenten Viktor Orban schrnkt seit Jahren die Rechte von LGBTI ein. (cw/AFP)
