Unrecht verstehen und aufarbeiten  Umfrage zu Missbrauch
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Unrecht verstehen und aufarbeiten Umfrage zu Missbrauch

Zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt hat das Bistum Hildesheim eine Online-Umfrage gestartet. Dabei sollten nicht einzelne Zeitrume oder Menschen, sondern der gesamte Zeitraum von 1945 bis heute in den Blick genommen werden, teilte das Bistum mit. Ziel sei, Taten, Strukturen und Folgen systematisch zu untersuchen und Konsequenzen fr Prvention, Erinnerungskultur und den Schutz vor knftiger Gewalt zu ziehen.

Rckmeldungen knnten helfen, «vergangenes Unrecht zu verstehen und aufzuarbeiten, und unsere Kirche zu einem sicheren und sensibleren Ort fr alle Menschen zu machen besonders fr Kinder, Jugendliche und schutz- und hilfebedrftige Erwachsene», sagte der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer. Die Befragung richtet sich an Katholik*­innen ab 16 Jahren, die in der Dizese leben oder gelebt haben. Der Fragebogen ist bis zum 26. Oktober 2025 online aufrufbar, die Teilnahme ist freiwillig und anonym.

In das auf etwa zwei Jahre angelegte Forschungsvorhaben sind Betroffene sexualisierter Gewalt eng eingebunden. In der Studie sollen auch Lebensgeschichten und Bewltigungsstrategien von Betroffenen und ihren Familien aufgezeigt werden. Fr die unabhngige Studie stellt das Bistum Hildesheim frheren Angaben zufolge 1,6 Millionen Euro bereit.

Zu der Befragung teilte das Bistum mit, es sei das Ziel, transparent und nachvollziehbar ber die Ergebnisse zu informieren und konkrete Schritte fr Vernderung und Prvention abzuleiten. «Dies ist nicht nur eine wissenschaftliche Aufgabe, sondern auch mein persnliches Anliegen», sagte Bischof Wilmer.

Das Bistum Hildesheim erstreckt sich ber weite Teile Niedersachsens und Bremens. In der Dizese leben rund eine halbe Million Katholik*­innen. (cw/dpa)