US-Umfrage: Queere Menschen viel weniger religis als Gesamtbevlkerung
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US-Umfrage: Queere Menschen viel weniger religis als Gesamtbevlkerung

Das Ergebnis drfte angesichts der teils extremen Queerfeindlichkeit in den Weltreligionen kaum eine berraschung sein: Lesbische, schwule, bisexuelle und trans Menschen in den USA sind weit weniger religis als der Rest der Bevlkerung. Das ist das Ergebnis einer am Freitag verffentlichten Umfrage des renommierten Washingtoner Meinungsforschungsinstituts Pew Research Center.

Demnach fhlen sich 48 Prozent der LGBT-Bevlkerung einer Religion zugehrig. Beim Rest der Gesellschaft liegt der Anteil bei 73 Prozent. Weniger als ein Viertel (23 Prozent) der queeren Menschen geben an, tglich zu beten bei den anderen liegt der Anteil doppelt so hoch. Und nur 17 Prozent der sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten erklren, dass Religion ein sehr wichtiger Teil ihres Lebens sei bei der Restbevlkerung sind es 42 Prozent.

Besonders gro ist der Unterschied bei Gottesdienstbesuchen: Hier geben nur acht Prozent der queeren Menschen an, mindestens ein Mal pro Woche wegen Gebetsversammlungen in eine Kirche, Synagoge, Moschee oder einen Tempel zu gehen. Bei der Nicht-LGBT-Bevlkerung liegt der Anteil drei Mal so hoch (24 Prozent). Rund drei Viertel der queeren Menschen besuchen nie einen Gottesdienst bei Heterosexuellen und cisgeschlechtlichen Menschen sind es nur knapp ber die Hlfte.

Queere Menschen haben weniger Probleme mit Spiritualitt

Zwar haben queere Menschen laut der Umfrage ein vergleichsweise distanzierteres Verhltnis zu organisierter Religion bei der Frage nach Spiritualitt ist der Unterschied allerdings viel kleiner. So geben 28 Prozent der LGBT-Bevlkerung an, «sehr spirituell» zu sein bei der Restbevlkerung sind es mit 32 Prozent nur ein wenig mehr. Manche spirituelle Aktivitten sind sogar populrer unter queeren Menschen etwa eine Sehenswrdigkeit in der Natur aus spirituellen Grnden zu besuchen (16 gegenber 14 Prozent) oder Yoga aus spirituellen Grnden zu betrieben (zehn gegenber sechs Prozent).

Queere Menschen sehen Religion auch viel fter kritisch: So erklren 46 Prozent der LGBT-Bevlkerung, bei Religionen berwgen die negativen Aspekte gegenber den positiven. In der Restbevlkerung sind es nur 17 Prozent.

Laut dem Pew Research Center seien die Unterschiede teilweise auch dadurch zu erklren, dass sich mehr junge Menschen als queer identifizieren und junge Menschen Religion insgesamt kritischer gegenberstnden. Allerdings seien LGBT auch signifikant religionskritischer, wenn Faktoren wie Alter aber auch Einkommen oder ethnische Zugehrigkeit herausgerechnet werden. (dk)