Wegen Drag-Shows: Trump-Regierung bestraft Admiral
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Wegen Drag-Shows: Trump-Regierung bestraft Admiral

Der amerikanische Verteidigungsminister Pete Hegseth hat laut US-Medienberichten die Befrderung von Konteradmiral Michael «Buzz» Donnelly zum Vizeadmiralgestoppt, weil der 58-Jhrige als zu queerfreundlich gelte. Vorausgegangen war eine konservative Kampagne gegen den Admiral, weil dieser zwischen 2016 und 2018 als Kommandant des Kriegsschiffes USS Ronald Reagan Dragshows erlaubt hatte.

Eigentlich hatte Prsident Donald Trump Donnelly Mitte Juni fr den Posten des Vizeadmirals vorgeschlagen. Er sollte die in Japan stationierte siebte Flotte der US-Marine kommandieren, die im Osten Asiens 50 bis 70 Schiffe umfasst. Der republikanisch kontrollierte US-Senat stimmte der Befrderung am 29. Juni zu.

Danach wurde Donnelly jedoch zur Zielscheibe rechtskonservativer Influencer*innen: Hintergrund waren Berichte aus dem Jahr 2018, etwa auf NBC News, wonach Matrosen sich auf der USS Ronald Reagan mit Dragshows die Zeit vertrieben haben. Diese Dragshows wurden bereits in den letzten Jahren von den Republikanern skandalisiert und unter der Biden-Regierung 2023 verboten (queer.de berichtete). Andere Entertainment-Programme sind dagegen weiterhin erlaubt.

Rechte Kampagne gegen «woken» Admiral

Konservative stren sich an Dragqueen-Shows, weil diese angeblich die militrische Bereitschaft untergraben. «Das Militr existiert, um Krieger zu trainieren, nicht geschlechterverwirrte Dragqueens. Das passiert, wenn woke Ideologie Prioritt ber Kampfbereitschaft erhlt», schrieb etwa die Lobbygruppe «Citizens for Renewing America» auf X. Ein demokratischer Abgeordneter hatte aber letztes Jahr im US-Kongress darauf hingewiesen, dass Dragqueen-Shows bereits whrend des Zweiten Weltkriegs die US-Truppen unterhalten htten und dieser Krieg ja gewonnen wurde (queer.de berichtete).

Das US-Verteidigungsministerium wollte den Grund fr die zurckgezogene Befrderung nicht besttigen. Ein Sprecher besttigte gegenber dem Militrmagazin «Stars & Stripes» nur, dass die Nominierung zurckgezogen worden sei. Weiter hie es, Verteidigungsminister Pete Hegseth sei Donnelly «fr seinen weiteren Dienst dankbar» und wnsche ihm «viel Erfolg in seiner nchsten Position».

Prsident Donald Trump hatte bereits im Wahlkampf im Herbst letzten Jahres insbesondere gegen trans Menschen und Dragqueens polemisiert. So forderte er in Wahlwerbespots, dass das US-Militr mehr wie der Film «Full Metal Jacket» sein solle und kein «wokes Militr» mit Dragqueens (queer.de berichtete). Nach seiner Amtsbernahme ordnete er den pauschalen Ausschluss von trans Menschen aus den Streitkrften an (queer.de berichtete). Letzten Monat benannte die Trump-Regierung das Versorgungschiff USNS Harvey Milk um, weil es nach einem schwulen Veteranen und Aktivisten benannt worden war (queer.de berichtete). (dk)