Woelkis Zustimmungswert sinkt bei jungen Menschen auf 0%
1 min read

Woelkis Zustimmungswert sinkt bei jungen Menschen auf 0%

Drei Prozent der Klner Bevlkerung ist mit der Arbeit von Kardinal Rainer Maria Woelki zufrieden. Das geht aus einer reprsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa fr den «Klner Stadt-Anzeiger» (Bezahlartikel) hervor. Bei den 16- bis 29-Jhrigen sank die Zustimmung auf null Prozent. Immerhin schafft Woelki noch fnf Prozent Zustimmung bei den 45- bis 59-Jhrigen und sechs Prozent bei den ber 60-Jhrigen.

Forsa-Chef Manfred Gllnerzeigte sich ber die Werte berrascht, betonte aber, dass es wohl noch den einen oder anderen Woelki-Fan unter den Jngeren geben knne: «Ihre Zahl liegt aber im nicht mehr darstellbaren Bereich von deutlich unter einem Prozent.»

Insgesamt gaben 83 Prozent der Befragten an, mit der Amtsfhrung von Woelki unzufrieden zu sein. Weitere 14 Prozent konnten oder wollten keine Angaben machen.

«Katastrophe» fr Woelki

Fr Gllner sind die Zahlen eine «Katastrophe» fr Woelki. «Ein solches Ergebnis fr eine Spitzenpersnlichkeit haben wir bisher nur einmal gemessen im Jahr 2022, bei Kardinal Woelki selbst», so Gllner gegenber dem «Stadt-Anzeiger». Damals hatte Woelki, der wegen mangelnder Aufklrungsbereitschaft von Kindesmissbrauch in der Kirche kritisiert worden war, dem damaligen Papst seinen Rcktritt angeboten (queer.de berichtete). «Werte von unter zehn Prozent Zustimmung kommen sonst nicht vor, weil Politiker mgen sie auch noch so unbeliebt sein immer auch eine Kernanhngerschaft haben, die hinter ihnen steht», erluterte Gllner weiter. «Darauf kann sich der Kardinal offenbar auch im katholischen Milieu Klns nicht mehr sttzen.»

Erst letzte Woche hatte das Erzbistum Kln wegen eines Regenbogenverbots bei der Erffnungsfeier einer prestigetrchtigen Schule in Kln-Kalk fr Aufregung und Proteste gesorgt (queer.de berichtete). Woelki gilt auch als einer der erbittertsten Gegner des Reformprozesses innerhalb der Kirche in Deutschland (queer.de berichtete). So lehnt er etwa die Segnung von gleichgeschlechtlichen Eheleuten wegen ihrer sexuellen Orientierung kategorisch ab. (dk)