Zentralkomitee-Chefin kritisiert Bischfe
Die Prsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, kritisiert, dass viele deutsche Bischfe beschlossene Reformen nicht umsetzen wrden. «Ich finde es sehr ernchternd, wie manche deutschen Bischfe sich zurzeit verhalten», sagte Stetter-Karp dem «Klner Stadt-Anzeiger». Der Synodale Prozess der Reformprozess der katholischen Kirche in Deutschland habe mit groer Mehrheit Beschlsse gefasst, die lngst umgesetzt sein knnten.
«Ich nehme als Beispiel mal die neue Handreichung zu den Segensfeiern fr homosexuelle Paare. Trotz eines klaren Beschlusses der Bischfe wird die Handreichung nur in etwa der Hlfte der 27 Bistmer angewandt.» Bei solchen Feiern werden queere Paare von Priestern gesegnet, was frher nur inoffiziell mglich war. Das ZdK vertritt die sogenannten Lai*innen (Nicht-Kleriker*innen), die praktizierenden Katholik*innen in den Gemeinden.
Auf die Frage, ob es in der Bischofskonferenz eine Absetzbewegung vom Vorsitzenden Georg Btzing gebe, dessen Wiederwahl nchstes Jahr ansteht, sagte Stetter-Karp: «Darber spekuliere ich nicht. Ich erlebe ihn als hoch engagierten, verlsslichen und zukunftsorientierten Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz auf dem Synodalen Weg. Er hat Solidaritt verdient.» Der Limburger Bischof gilt als einer der entschlossensten Reformer unter den deutschen Bischfen. Gegen ihn agieren unter anderem der Klner Kardinal Rainer Maria Woelki und mehrere bayerische Bischfe (cw/dpa).
