Zo Kravitz beklagt Homophobie bei «Friends»
Die Neunzigerjahre haben ihren ganz eigenen Charme das wei auch Zo Kravitz (36) zu schtzen. Fr ihren neuen Film «Caught Stealing» von Regisseur Darren Aronofsky (56) tauchte die Schauspielerin gemeinsam mit Austin Butler (34) tief in das Jahr 1998 ein. Das New Yorker Setting brachte nostalgische Gefhle hoch, wie sieim Interview mit dem US-Magazin «People»verriet.
Die Nintendo-64-Konsole im Apartment-Set, VHS-Kassetten und Anrufbeantworter all das weckte warme Erinnerungen bei den beiden Hauptdarsteller*innen. «Ich werde wirklich nostalgisch bei dieser Zeit», schwrmte Kravitz. «Die Mode, New York City, der Grunge-Stil es war einfach eine gute Zeit.» Auch Butler zeigte sich begeistert von der ra ohne stndige Handy-Prsenz.
Doch bei aller Nostalgie gibt es durchaus Dinge aus den Neunzigern, die nach Ansicht von Kravitz besser in der Vergangenheit bleiben sollten. Auf die Frage, was sie nicht vermisse, wurde die Tochter von Lenny Kravitz (61) deutlich: «Super homophobe Witze im Mainstream-Fernsehen. Wenn man sich ‚Friends‘ heute anschaut, denkt man sich: ‚Whoa, das ist…'».
Dinge, die keine Pointen sein sollten, werden als Pointen behandelt»
Butler zeigte sich berrascht: «Wow, sogar in ‚Friends‘?» Darauf Kravitz mit Nachdruck: «Oh, so viel in ‚Friends‘. Dinge, die keine Pointen sein sollten, werden als Pointen behandelt. Das ist wild. Das knnen wir gerne dort lassen, wo es hingehrt.»
Die zwischen 1994 und 2004 ausgestrahlte NBC-Sitcom, die damals Millionen von Zuschauer*innen in aller Welt begeisterte und heute in Deutschland bei Netflix zu sehen ist, wird heute oft fr Inhalte kritisiert, die aus heutiger Sicht problematisch wirken. Besonders die mangelnde Diversitt ist in die Kritik geraten. Tatschlich haben die Verantwortlichen hinter «Friends» bereits selbst eingerumt, dass nicht alle Inhalte der Serie gut gealtert sind.
Als Beispiele fr eine problematisch Handlung wird etwa die stndige Angst der Figur Chandler (Matthew Perry) genannt, fr schwul gehalten zu werden. In den letzten Jahren wurde zudem die Handlung um eine trans Nebenfigur immer wieder kritisiert nmlich Helena, ein Elternteil von Chandler, das von der oscarnominierten Schauspielerin Kathleen Turner dargestellt wurde. Chandler macht sich oft ber Helena lustig, kritisiert offen ihre Geschlechtsidentitt und ruft sie immer bei ihrem alten Namen Charles oder als «Dad», woraufhin die damals fr Sitcoms bliche Lachkonserve zu hren war.
Produzentin Marta Kauffmanerklrte bereits 2019 in einem Interview: «Ich denke, wenn wir damals das Wissen von heute ber trans Menschen gehabt htten, htten wir es anders gemacht» (queer.de berichtete).
David Schwimmer (58), der Ross Geller spielte, verteidigte die Show 2020 teilweise.Im Gesprch mit «The Guardian»betonte er, dass «Friends» zu seiner Zeit durchaus progressiv war: «Die Serie war bahnbrechend in der Art, wie sie mit Sex, gleichgeschlechtlichen Ehen und Beziehungen umging.» Er verwies darauf, dass bereits in der Pilotfolge seine Figur von seiner Frau fr eine andere Frau verlassen wurde und spter eine gleichgeschlechtliche Hochzeit gefeiert wurde. Auch Schauspielerin Lisa Kudrow (Phoebe) wies Homophobie-Vorwrfe zurck (queer.de berichtete). (spot/cw)
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