Zweites Halbfinale: Wir mssen uns vom Milkshake Man verabschieden
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Zweites Halbfinale: Wir mssen uns vom Milkshake Man verabschieden

Das zweite Halbfinale des diesjhrigen Eurovision Song Contest ist am Donnerstagabend in Basel unter der Moderation von Komikerin Hazel Brugger (31) und der ehemaligen ESC-Kandidatin Sandra Studer (56) ber die Bhne gegangen. Damit stehen nun alle Bands und Teilnehmer*innen fr das Musikevent am Samstag fest.

16 Musikstars boten bei dem zweiten Halbfinale ihre Talente dar und bertrafen sich in kreativen Bhnenbildern, emotionalen Auftritten und Hymnen mit Ohrwurmpotenzial. Weiter schafften es die folgenden zehn Knstler und Knstlerinnen:

Litauen: Katarsis «Tavo Akys»
Israel: Yuval Raphael «New Day Will Rise»
Armenien: Parg «Survivor»
Dnemark: Sissal «Hallucination»
sterreich: JJ «Wasted Love»
Luxemburg: Laura Thorn «La poupe monte le son»
Finnland: Erika Vikman «Ich komme»
Lettland: Tautumeitas «Bur man laimi»
Malta: Miriana Conte «Serving»
Griechenland: Klavdia «Asteromate»

Fr sechs Lnder ging der Traum vom ESC 2025 an diesem Donnerstag allerdings zu Ende: Australien, Montenegro, Irland, Georgien, Tschechien und Serbien schieden bei der Abstimmung durch Publikum aus. Die Wettbros sagten die meisten Entscheidungen voraus vllig berraschend schien jedoch das Aus des australischen Singer-Songwriters Go-Jo mit seinem doppeldeutigen Song «Milkshake Man» da half auch nicht, dass er am Ende des Auftritts sein enges Shirt abriss und das Publikum aufforderte, einen Schluck aus seiner «speziellen Tasse» zu trinken («Come and take a sip from my special cup»).

Im ersten Halbfinale am 13. Mai waren Norwegen, Albanien, Schweden, Island, Niederlande, Polen, San Marino, Estland, Portugal und die Ukraine ausgewhlt worden (queer.de berichtete). Auch sie werden, zusammen mit den «Big Five» Deutschland, Grobritannien, Frankreich, Italien und Spanien und dem Gastgeber Schweiz am 17. Mai auf der Bhne stehen und um den ESC-Pokal singen.

Aufregung im Vorfeld wegen Israel und Malta

Fr Aufregung hatten bereits im Vorfeld zwei Beitrge gesorgt: Newcomerin Yuval Raphael aus Israel ist eine berlebende des Terroranschlags der Hamas vom 7. Oktober 2023 und hatte sich bereits wie in den Proben auf Buh-Rufe aus dem Publikum eingestellt, die im Applaus am Donnerstag zumindest nicht zu hren waren. Mit ihrem Song «New Day Will Rise» und einer spektakulren Inszenierung wollte sie Strke beweisen.

Fr einen Mini-Skandal hatte der Beitrag aus Malta von Miriana Conte gesorgt. Sie wollte ursprnglich «Serving Kant» singen, das zweite Wort heit auf Maltesisch «Singen». Im Englischen kann es aber als vulgres Schimpfwort fr das weibliche Geschlechtsteil verstanden werden. Die prde BBC befand man den Titel als zu geschmacklos fr eine Familienshow wie den ESC (queer.de berichtete). Schlielich benannte Conte das Lied in «Serving» um, statt dem Wort «Kant» lsst sie nun einen Sthner raus.

In der zweiten Halbfinalshow war auch erstmals der deutsche Beitrag von Abor und Tynna zu sehen und erhielt in sozialen Medien viel Zuspruch. Die Wettbros sehen «Baller» zwar laut eurovisionworld.com nur auf dem 14. Rang. Im letzten Jahr schnitt Isaak jedoch mehrere Pltze besser ab, als von den Wettbros vorausgesagt.

Der ARD-Spartensender One fuhr laut dem Branchendienst DWDL mit dem zweiten Halbfinale Rekordquoten ein: 860.000 Menschen sahen am Donnerstagabend die 140-mintige Show, was einem Marktanteil von 4,7 Prozent entspricht. In der Altersgruppe der 14- bis 49-Jhrigen erreichte One mit dem ESC sogar einen Marktanteil von 10,7 Prozent normalerweise liegt der Senderschnitt in dieser Altersgruppe bei mageren 0,5 Prozent.

Am Samstag wird das Finale des ESC dann im Ersten bertragen. Letztes Jahr sahen rund acht Millionen Menschen die Show in der ARD (queer.de berichtete). Deutschland wird laut der in der Nacht verffentlichten Startreihenfolge als 16. Land antreten. (spot/cw)

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